Britische Polizei unter Druck im Fall eines getöteten Studenten

📌 Diğer 📰 Tagesschau 🕐 2 gün önce
Britische Polizei unter Druck im Fall eines getöteten Studenten

Ende 2025 stirbt ein britischer Student nach einem Messerangriff auf der Straße - im Beisein von Polizisten. Diese hatten Täter und Opfer verwechselt. Der Fall bewegt Großbritannien - und Rechte versuchen, die Tat politisch auszuschlachten. Von Gabi Biesinger. [ mehr ]

Ende 2025 stirbt ein britischer Student nach einem Messerangriff auf der Straße - im Beisein von Polizisten. Diese hatten Täter und Opfer verwechselt. Der Fall bewegt Großbritannien - und Rechte versuchen, die Tat politisch auszuschlachten.

Der Fall des 18-jährigen Studenten Henry Nowak bewegt die Briten. Er verblutete durch Messerstiche verletzt, weil die Polizei offenbar seine Verletzungen nicht erkannte und ihn zunächst als mutmaßlichen Angreifer in Handschellen legte. Der 23-jährige Täter Vickrum Digwa ist nun zu lebenslanger Haft verurteilt worden, er muss also für mindestens 21 Jahre ins Gefängnis.

Nowak war im Dezember vergangenen Jahres in Southampton nach einer Partynacht auf dem Heimweg, als er von einem Mann mit fünf Messerstichen auf offener Straße verletzt wurde. Als die Polizei am Tatort eintraf, verwechselte sie zunächst Täter und Opfer, denn der Täter, der ein rituelles Sikh-Messer bei sich hatte, behauptete, von Nowak rassistisch angegriffen worden zu sein, er habe in Notwehr gehandelt.

Die Polizei legte dem Studenten Handschellen an und erkannte offenbar nicht, wie schwer er blutete, obwohl er wiederholt auf seine Verletzung hinwies und um Hilfe bat. Nowak wurde bewusstlos und starb.

In einem vor Gericht gezeigten Bodycam-Video ist zu sehen, wie Nowak nach dem Angriff am Boden liegend stirbt - während die Polizisten ihm nicht helfen, sondern ihm stattdessen Handschellen angelegt haben. Dabei ruft der Student mehrmals "I can't breathe" ("Ich kann nicht atmen").

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Der Tathergang wurde im Netz von rechten Agitatoren aufgegriffen mit dem Vorwurf, die Polizei sei Digwas Rassismusvorwürfen blind gefolgt und habe das weiße Opfer im Stich gelassen. Auf seiner Plattform X schaltete sich sogar US-Tech-Milliardär Elon Musk ein und schrieb: "Unfassbar. Ich bin gerne bereit, eine Klage wegen widerrechtlicher Tötung gegen diese widerlichen Ausgeburten von Strafverfolgern zu finanzieren."

Nachdem Digwa vergangene Woche vor einem Gericht in Southampton des Mordes für schuldig befunden worden war und das Verfahren es zuließ, entschuldigte sich die Polizei öffentlich für den Vorfall. Die Beamten seien am Tatort und bereits im davor erfolgten Notruf "belogen" worden.

Er bedauere zutiefst was passiert sei, sagte der stellvertretende Polizeichef Robert France, die Beamten hätten zunächst die Lage falsch eingeschätzt. Man habe die Angelegenheit selbst an die unabhängige Beschwerdestelle IOPC weitergeleitet, die den Vorgang nun untersucht

📌 Kaynak

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