Rente mit 63: Abschaffung der Frührente würde laut Studie Milliarden sparen

💰 Ekonomi 📰 Zeit Online 🕐 1 gün önce
Rente mit 63: Abschaffung der Frührente würde laut Studie Milliarden sparen

Wer mindestens 45 Jahre lang gearbeitet hat, darf zwei Jahre früher abschlagsfrei in Rente gehen. Einer Studie zufolge kostet das in etwa 9,5 Milliarden Euro pro Jahr.

Die abschlagsfreie Frührente für langjährig Versicherte könnte laut DIW-Studie jährlich 9,5 Milliarden Euro einsparen und 125.000 Arbeitsplätze erhalten. Diskussionen über Rentenreformen beinhalten auch mögliche Änderungen bei der Frührente, die als "Rente mit 63" bekannt ist. Experten wie Arbeitsmarktexperte André Schleiter fordern eine Überprüfung dieser Regelung, um das Arbeitsvolumen zu steigern. Forscher betonen, dass bei einer Abschaffung der abschlagsfreien Frührente Sonderregeln für Härtefälle notwendig wären, um Einkommensverluste im Alter zu vermeiden.

Wenn die abschlagsfreie Frührente für besonders langjährig Versicherte abgeschafft werden würde, würde das pro Jahr etwa 9,5 Milliarden Euro einsparen. Das ergab eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Außerdem würden ohne die Regelung der Studie zufolge 125.000 Arbeitskräfte pro Jahr erhalten bleiben.

Wer mindestens 45 Beitragsjahre angesammelt hat, kann zwei Jahre vor dem Regeleintrittsalter ohne Abschläge in den Vorruhestand gehen. Derzeit liegt das Regelrentenalter bei 66 Jahren und vier Monaten, die abschlagsfreie Frührente ist aktuell also ab 64 Jahren und vier Monaten möglich. Umgangssprachlich heißt die Regelung »Rente mit 63«.

Anlässlich der geplanten Rentenreform werden derzeit zahlreiche Möglichkeiten diskutiert, um die Rentenkassen zu stabilisieren – auch Änderungen bei der Frührente. Die Möglichkeit der Frühverrentung gehöre »auf den Prüfstand«, sagte André Schleiter, Arbeitsmarktexperte der Bertelsmann Stiftung. Zuletzt hatte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) den Stopp von Frühverrentungsprogrammen gefordert, um das Arbeitsvolumen in Deutschland zu steigern.

Die aktuelle Regelung war 2014 von der damaligen schwarz-roten Bundesregierung eingeführt worden. Besonders langjährig Versicherte der Jahrgänge vor 1953 konnten ohne Abschläge mit 63 in Rente gehen. Für Jüngere, die zwischen 1953 und 1963 geboren wurden, steigt diese Altersgrenze schrittweise an. Vom Geburtsjahrgang 1964 an liegt das frühestmögliche Zugangsalter dann bei 65 Jahren.

Die Forscher des DIW gingen für die Studie davon aus, dass die Betroffenen ihren Rentenbeginn beim Wegfall der abschlagsfreien Frührente um rund zehn Monate verschieben und dann mit Abschlägen in Rente gehen. Sie müssten also trotz des späteren Rentenbeginns dann zusätzliche Einkommensverluste im Alter in Kauf nehmen. Die Rentenversicherung würde in diesem Szenario um 10,4 Milliarden Euro entlastet. Unter Berücksichtigung der Ausfälle etwa bei Kranken- und Arb

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📌 Kaynak

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