IWU-Studie zur Mieterbelastung: Mieterbund beklagt Überlastung von Millionen Menschen durch Wohnkosten

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IWU-Studie zur Mieterbelastung: Mieterbund beklagt Überlastung von Millionen Menschen durch Wohnkosten

Fast jeder dritte Mieter gibt laut Mieterbund mehr als 30 Prozent seines Nettoeinkommens für Wohnkosten aus. Die hohen Kosten für Miete träfen Geringverdiener besonders.

Jeder dritte Mieterhaushalt in Deutschland ist laut einer Studie des Instituts Wohnen und Umwelt überlastet, da sie mehr als 30 Prozent ihres Nettoeinkommens für Miete und Heizkosten ausgeben. Besonders Haushalte im unteren Einkommensdrittel sind betroffen, wobei die untersten zehn Prozent eine Wohnkostenbelastung von durchschnittlich 60 Prozent haben. Der Mieterbund warnt vor steigenden Mieten, die vor allem in Großstädten die Wohnkostenbelastung erhöhen. Die Präsidentin des Mieterbunds fordert Maßnahmen wie strengere Ahndung von Mietwucher, Verschärfung der Mietpreisbremse und den Ausbau von Sozialwohnungen, um Mieterinnen und Mieter zu schützen. Trotz unterschiedlicher Definitionen der Überlastungsgrenze zeigen Studien, dass viele Haushalte in Deutschland unter einer hohen Wohnkostenbelastung leiden.

Der Mieterbund sieht bei rund jedem dritten Miethaushalt eine Überlastung durch den Anteil der Miete am Nettoeinkommen. Eine Studie des Instituts Wohnen und Umwelt (IWU) im Auftrag des Deutschen Mieterbunds ergab, dass rund 3,2 Millionen Mieterhaushalte mehr als 40 Prozent ihres Nettoeinkommens und weitere 3,4 Millionen Mieterhaushalte 30 bis 40 Prozent ihres Nettoeinkommens für Kaltmiete und Heizkosten ausgeben.

Damit ist aus Sicht von IWU und Mieterbund jeder dritte Mieterhaushalt – rund 6,6 Millionen von den fast 20 Millionen Mieterhaushalten in Deutschland – überlastet.

Haushalte, die zum unteren Einkommensdrittel zählen, seien mit ihren Wohnkosten am »finanziellen Limit«. Dazu gehören laut der Studie 42 Prozent oder 8,3 Millionen der Mieterhaushalte in Deutschland. Sie haben ein Haushaltsnettoeinkommen von im Schnitt 1.417 Euro pro Monat. Besonders betroffen seien die untersten zehn Prozent der Einkommensverteilung. Sie hätten eine durchschnittliche Wohnkostenbelastung von 60 Prozent.

Der Anstieg der Mieten treibt die Wohnkostenbelastung vieler Haushalte laut Mieterbund nach oben. Dies betreffe besonders Menschen, die kürzlich umgezogen sind. Mieten in seit 2020 gültigen Verträgen seien im Schnitt gut ein Fünftel höher und Mieterhaushalte hätten mit 33 Prozent eine deutlich höhere Wohnkostenbelastung als Haushalte, die vor 2020 eingezogen sind.

Besonders betroffen seien Großstädte. In Berlin lägen die Mieten von Haushalten, die nach 2020 eingezogen sind, durchschnittlich 29 Prozent über dem Schnitt aller Mietverträge. In München seien es 26 und in Frankfurt 25 Prozent. Die Wohnkostenbelastung in Metropolen liege bei über 30 Prozent und bei neuen Mietverträgen über 35 Prozent, sagt der Mieterbund.

Die Präsidentin des Deutschen Mieterbunds, Melan

📌 Kaynak

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