Es wird eng für x86: Nvidias RTX Spark könnte ARMs PC-Durchbruch sein
Wenn Microsoft es nicht verbockt, kann RTX Spark ARM als x86-PC-Alternative etablieren. Mehr Auswahl könnte aber für Konsumenten sogar Nachteile bringen. Eine Analyse von Johannes Hiltscher ( PC & Notebooks , Prozessor )
In Rechenzentren hat sich 2025 eine Revolution vollzogen, die an den meisten wohl vorbeigegangen ist: Innerhalb eines Jahres stieg der Marktanteil von ARM-Chips um zwei Drittel, von 15 auf 25 Prozent(öffnet im neuen Fenster). Einen großen Anteil daran hatten Prozessoren von Nvidia, die das Unternehmen mit seinen Rechen-GPUs kombiniert. Eine ähnliche Umwälzung deutet sich mit RTX Spark im Consumer-Segment an.
Zwar versuchen Microsoft und Qualcomm bereits seit Jahren, ARM auch im Consumer-Segment als Alternative zu etablieren. Bislang allerdings mit mäßigem Erfolg(öffnet im neuen Fenster), den hat nur Apple. Mit RTX Spark könnte sich das ändern, wenn Microsoft es nicht vermasselt. Denn die neuen Chips zwingen sowohl Microsoft als auch andere Entwickler, mehr Arbeit in die Unterstützung der ARM-Plattform zu stecken.
Eine Plattform, die von der gewohnten x86-Umgebung nicht zu unterscheiden ist, erleichtert Kunden den Umstieg. Apple hat es vorgemacht. Nur scheint Microsoft damit wieder einmal Probleme zu haben, wie Berichte von der Computex nahelegen: Hinter vorgehaltener Hand sollen sich Gerätehersteller skeptisch äußern, ob die geplanten Launch-Termine im Herbst zu halten sind.
Wenn allerdings ein guter Start gelingt, steigert das Sichtbarkeit und Attraktivität von ARM-Systemen. x86 fehlt dann das Alleinstellungsmerkmal, das es lange hatte: Windows läuft darauf.
Auch bei Konsolen, aktuell noch von AMDs Semi-Custom-Chips dominiert, könnte Nvidia und damit ARM langfristig zur Alternative werden. Klassische Systeme mit dedizierter CPU und GPU wären dann die einzig verbleibende x86-Domäne. Intel versucht, durch eine Partnerschaft von Nvidias Stärke zu profitieren, doch der Trend geht in die andere Richtung: Nvidia versucht, immer mehr Bereiche mit eigenen Produkten abzudecken. Intel ist hier klar der Juniorpartner.
Den PC-Markt dominiert x86 aktuell noch deutlich. Doch wenn sich das ändert, haben AMD und Intel ein Problem, denn der Markt wächst kaum. Deutlich mehr Marktanteil für ARM bedeutet Umsatzverluste für die Hersteller von x86-CPUs.
📌 Kaynak
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