Zoll stellt Rekordmenge Kokain sicher
Nach NDR -Informationen sind im JadeWeserPort in Wilhelmshaven acht Tonnen Kokain beschlagnahmt worden. Es ist eine der größten Sicherstellungen der vergangenen Jahre.[ mehr ]
Bei einer der deutschlandweit größten Sicherstellungen von Kokain in den vergangenen Jahren haben Zöllner im JadeWeserPort in Wilhelmshaven acht Tonnen der Droge beschlagnahmt.
Bereits Anfang Februar haben die Ermittler des Zolls zugeschlagen. Der Container, in dem sich die Drogen befanden, sollte eigentlich Säcke mit Kakaobohnen enthalten. Stattdessen stellten die Zöllner darin acht Tonnen Kokain sicher, verpackt in schwarzen Paketen. Der Wert der Drogen: Hunderte Millionen Euro. Eine solch große Kokain-Menge wurde bislang noch nie im JadeWeserPort sichergestellt.
Ob die Ermittler in dem Fall an die Hinterleute herankommen, ist fraglich. Einen Ermittlungserfolg gibt es allerdings bereits: Die Zollfahndung Hannover begnügte sich nicht damit, die Drogen lediglich abzuschöpfen. Sie füllte den Container anschließend mit einer Tarnladung, ließ ihn weiter zu seinem Zielhafen Barcelona laufen und nahm Kontakt zu den Kollegen in Spanien auf.
Dort angekommen, passierte zunächst lange Zeit nichts - bis sich jedoch eine Firma meldete, die die Ware übernehmen wollte. Der spanische Zoll konnte so Anfang Mai zwei Männer in El Ejido (Andalusien) festnehmen, die mit der Import-Firma in Verbindung stehen. Die Männer sind nach NDR-Informationen spanische Staatsbürger. Einer ist Ermittlern bereits in der Vergangenheit im Zusammenhang mit einem anderen Kokaintransport aufgefallen.
Auf einer Pressekonferenz in Köln lobte die Leiterin der Zollfahndung Hannover, Monika Dennhardt, die internationale Zusammenarbeit zwischen den Zollfahndern in Niedersachsen und ihren spanischen Kollegen. Es sei so gelungen, "die internationalen Lieferstrukturen aufzuhellen" und mehrere Täter festzunehmen.
Maskierte Zollbeamte bei einer Präsentation des Drogenfunds.
Tino Igelmann, Leiter des Zollkriminalamtes, sprach von einem schweren Schlag gegen die Organisierte Drogenkriminalität. Er dankte der Staatsanwaltschaft Aurich, die einer raschen Vernichtung der Drogen zugestimmt hatte. Das sei wichtig gewesen, um zu verhindern, dass die Drogenbande versucht, wieder in Besitz der Drogen zu kommen.
Der Fund in Wilhelmshaven zeigt, dass kleinere Häfen für internationale Schmugglerbanden an Bedeutung gewinnen. Kokain-Sicherstellungen im Tonnenbereich hat es im JadeWeserPort bisher nicht gegeben. Der Schmuggel großer Kokainmengen erfolgte bislang zumeist über große Häfen wie Antwerpen, Rotterdam und Hamburg.
Seit rund zehn Jahren wird immer mehr Kokain nach Europa geschmuggelt. Deshalb haben mehrere europäische Häfen ihre Sicherheitsstandards in den vergangenen Jahren erhöht. In den Häfen Hambur
📌 Kaynak
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