Datensammlung für KI-Training: Meta-Angestellte dürfen Datenüberwachung ihrer Arbeit kurz pausieren
Meta macht seinen Mitarbeitern geringfügige Zugeständnisse bei der Überwachung der täglichen Arbeit. ( Meta , KI )
Obwohl es Protest dagegen gab, wird Meta seine Mitarbeiter weiterhin umfassend überwachen. Die gesammelten Daten aus der Überwachung aller Tastatureingaben und Mausbewegungen werden für KI-Trainingszwecke vom Unternehmen verwendet. Als Entgegenkommen erlaubt das Unternehmen neuerdings den überwachten Angestellten, das Tracking aller Maus- und Tastatur-Aktionen für 30 Minuten zu pausieren.
An der prinzipiellen Arbeitsweise des Tracking-Programms mit der Bezeichnung Model Capability Initiative (MCI) werden keine grundlegenden Änderungen vorgenommen. Die Modifikation wird in einer firmeninternen Mitteilung von Stephane Kasriel, einem Vizepräsidenten der Meta-Abteilung Superintelligence Labs, genannt, die Reuters(öffnet im neuen Fenster) vorliegt.
Zudem sollen Mitarbeiter die Option erhalten, sich von der Teilnahme an dem Programm ausschließen zu lassen. Es liegt derzeit keine Information dazu vor, unter welchen Bedingungen das möglich sein wird.
Im April 2026 startete Meta damit, Mitarbeiter umfassend zu überwachen, um mit diesen Daten KI-Modelle zu trainieren. Dazu werden mehr als 200 Programme und Webseiten von US-Mitarbeitern bei Meta umfangreich überwacht. Das führte in den vergangenen Wochen zu vielen Protesten, auch weil die entsprechende Überwachungssoftware sehr viel Bandbreite beim verwendeten Internetzugang benötigt.
In einigen Fällen soll das monatliche Datenvolumen von Mobilfunkverträgen innerhalb weniger Tage aufgebraucht gewesen sein. Zudem soll das Überwachungswerkzeug einen hohen Energiebedarf haben. Beim Arbeiten an Notebooks unterwegs sollen sich die Akkus schneller als üblich geleert haben.
Diese Probleme will Meta mit "mehreren Optimierungen" laut dem internen Memo gelöst haben. Die Akkulaufzeit soll sich weniger stark verringern und das benötigte Datenvolumen soll geringer ausfallen. Mit diesen Maßnahmen will Meta KI-Agenten entwickeln, die berufliche Aufgaben im Unternehmen autonom ausführen können.
Dabei wird auch Kommunikation überwacht, die US-Mitarbeiter mit Personen innerhalb Europas führen. Darin sehen Datenschutzexperten mögliche Verstöße gegen die DSGVO, weil die ursprünglich für die Arbeitskommunikation erhobenen Daten ohne weitere Information oder Berechtigung in KI-Modelle einfließen.
Reuters bat Meta um eine Stellungnahme, ein Sprecher des Unternehmens lehnte dies jedoch ab.
📌 Kaynak
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