Bayern: Hotel weist israelische Gäste ab – Antisemitismus-Vorwurf erhoben

📌 Diğer 📰 Spiegel 🕐 1 gün önce
Bayern: Hotel weist israelische Gäste ab – Antisemitismus-Vorwurf erhoben

Gäste aus Israel wollen ein Zimmer in einem Hotel in der Oberpfalz buchen und erhalten als Antwort, es seien dort keine Juden erlaubt. Die israelische Generalkonsulin für Süddeutschland kritisiert das Haus scharf.

Sticker mit der Aufschrift »Gegen jeden Antisemitismus« (Symbolbild)

Es ist eine Antwort, die sich schwer erklären, schwer entschuldigen lässt: Gäste aus Israel wollten über ein Buchungsportal ein Hotel in der Oberpfalz reservieren und bekamen zur Antwort »Sorry, there are no jews allowed in our hotel«, also »Entschuldigung, in unserem Hotel sind keine Juden erlaubt«.

Die israelische Generalkonsulin für Süddeutschland, Talya Lador-Fresher, verurteilte das Verhalten des Hotels scharf. Sie schrieb in einem Post auf der Plattform X: »Sind wir wieder in den 1930er Jahren?«

Sind wir wieder in den 1930er Jahren? Ein Hotel hat einem Israeli folgendes geantwortet: „sorry, there are no Jews allowed in our hotel“. Ich bin froh darüber, dass @bookingcom dieses Hotel von seiner Homepage verbannt hat. pic.twitter.com/3hiBEK1dse

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Israelische Medien berichteten zuerst über den Vorfall. In der »Jüdischen Allgemeinen« heißt es: »Nach einer Prüfung bestätigte sich nach Angaben der israelischen Diplomaten die Echtheit der Nachricht. Das Hotel habe zunächst bestritten, für die Mitteilung verantwortlich zu sein. Später sei jedoch eingeräumt worden, dass ein Mitarbeiter die Nachricht verschickt habe.«

Das Polizeipräsidium Oberpfalz bestätigte dem SPIEGEL einen Polizeieinsatz in dem Zusammenhang, der Vorfall werde von der Kriminalpolizei in Regensburg bearbeitet.

Das Hotel entschuldigte sich laut Nachrichtenagentur dpa inzwischen per E-Mail bei dem Gast. »Das ist überhaupt nicht unser Weltbild«, sagte der Juniorchef des Hotels demnach auf Anfrage. »Es war definitiv falsch von uns, auf diese Art und Weise im Chat zu antworten«, schrieb das Hotel dem Gast in einer E-Mail, die auch an die Bayerische Staatskanzlei ging.

Darin erläutern die Betreiber des Familienhotels, wie es zu der Äußerung kam. Demnach kämpfe das Hotel seit längerer Zeit mit gefälschten Buchungen und Phishingversuchen über eine große Buchungsplattform, bei denen Nutzerdaten gestohlen worden sein sollen. Auch bei der Anfrage aus Israel habe man fälschlicherweise angenommen, dass es sich um einen Fake handele, so berichtet es auch der Bayerische Rundfunk.

»Es ist uns aber wirklich äußerst wichtig, dass Sie verstehen, dass diese Äußerung nicht im Hinblick auf Menschen jüdischen Glaubens gemacht wurden, sondern aus Ärger über die zahlreichen Fake-Buchungen«, heißt es in dem Schreiben, aus dem die dpa zitiert. »Das war ni

📌 Kaynak

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