Schlechte Wirtschaftslage in Russland - und die Schulden steigen
Trotz zahlreicher Sanktionen will sich Russland auf dem Wirtschaftsforum in St. Petersburg als ökonomisch erfolgreich präsentieren. Doch es häufen sich die Probleme in der russischen Wirtschaft. Von Jürgen Buch. [ mehr ]
Trotz zahlreicher Sanktionen will sich Russland auf dem Wirtschaftsforum in St. Petersburg als ökonomisch erfolgreich präsentieren. Doch es häufen sich die Probleme in der russischen Wirtschaft.
Die Lage ist ernst. Obwohl Russland durch die gestiegenen Ölpreise mehr Geld einnimmt, als noch am Jahresanfang zu erwarten war, geht es der russischen Wirtschaft nicht gut. Die Schulden wachsen, die Wirtschaft stagniert. Selbst Kremlchef Wladimir Putin sah sich genötigt, im April auf die schlechte Lage im Land hinzuweisen.
Er gestand ein, dass nicht nur das schlechte Wetter dafür verantwortlich war, dass die Wirtschaft schon in den ersten beiden Monaten dieses Jahres lahmte und mahnte die Regierung bei einem Treffen: "Ich erwarte heute detaillierte Berichte zur wirtschaftlichen Lage und dazu, warum die makroökonomischen Indikatoren unter den Erwartungen von Experten und auch unter den Prognosen der Regierung und der Zentralbank liegen."
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Und wie vom Staatschef gewünscht, schien auch alles besser zu werden. Im Mai erklärte Putin dann: "Die jüngsten Maßnahmen der Regierung zeigen erste positive, wenn auch etwas bescheidene, Ergebnisse." Das belegten die Statistiken für März. "Wie Wirtschaftsminister Reschetnikow kürzlich berichtete, hat der Konsum im März zugelegt. Der Großhandel wuchs um acht Prozent, der Einzelhandel um rund sechs Prozent." Insgesamt sei das Bruttoinlandsprodukt im März um 1,8 Prozent gestiegen, verkündete Putin.
Ein Aufschwung ist das eher nicht. Denn aufs ganze erste Quartal gerechnet ist die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,3 Prozent geschrumpft. Die russische Regierung hat ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr zuletzt von 1,3 auf 0,4 Prozent gesenkt. Im ersten Quartal hat der Staat schon mehr Schulden gemacht als für das ganze Jahr geplant waren.
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Die russische Wirtschaftsgeografin Natalia Subarewitsch sieht einen Wandel der wirtschaftlichen Entwicklung in den zurückliegenden Jahren. Jedes Jahr ändere sich alles. So habe es 2022 einen Rückgang aus verständlichen Gründen gegeben. "2023 dann wieder schnelles Wachstum überall in der Industrie, bei den Löhnen."
2024 seien die Löhne noch schneller gestiegen, aber die zivile Industrie schrumpfte. Und 2025 sei der Handel abgerutscht, die zivile Wirtschaft stagnierte. "Jetzt haben wir 2026. Die Gastronomie wird leiden. Wir warten auf Angaben im Sommer. Wir sehen bereits Schließungen und sink
📌 Kaynak
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