Drohnenangriffe auf St. Petersburg - Hoffnung auf Gespräche?
Kurz vor Beginn des internationalen Wirtschaftsforums hat die Ukraine Ziele in St. Petersburg angegriffen. Trotz der heftigen Attacken und Kämpfe derzeit gibt es in der Bundesregierung Hoffnung auf Gespräche mit Moskau.[ mehr ]
Kurz vor Beginn des internationalen Wirtschaftsforums hat die Ukraine Ziele in St. Petersburg angegriffen. Trotz der heftigen Attacken und Kämpfe derzeit gibt es in der Bundesregierung Hoffnung auf Gespräche mit Moskau.
Das russische Verteidigungsministerium hat einen ukrainischen Drohnenangriff auf die Metropole St. Petersburg bestätigt. Die Attacke habe auf die Infrastruktur der Stadt gezielt, die Gastgeberin eines von Präsident Wladimir Putin inszenierten internationalen Wirtschaftsforums ist, teilte das Verteidigungsministerium mit, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Insgesamt habe die Flugabwehr während der Nacht 354 ukrainische Drohnen abgeschossen.
Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj setzten ukrainische Langstreckendrohnen ein Ölterminal in St. Petersburg in Brand und trafen auch den Marinestützpunkt Kronstadt der Baltischen Flotte Russlands. Nach dem Angriff stiegen schwarze Rauchwolken über dem Hafen der Stadt auf. Der Flughafen von St. Petersburg stellte kurzzeitig den Flugverkehr ein. Die Behörden unterbrachen auch die mobilen Internetdienste.
Selenskyj bezeichnete die Einschläge der ukrainischen Drohnen in St. Petersburg als "gutes Resultat" der gemeinsamen Arbeit von Drohneneinheiten verschiedener Truppengattungen und Geheimdienste. Getroffen worden sei neben dem Ölterminal auch ein rein militärisches Ziel im Stadtbezirk Kronstadt, wo die russische Kriegsflotte ihren Stützpunkt in der Ostsee hat. Die Ziele lägen fast 1.100 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, betonte er.
Nach den massiven russischen Angriffen auf die Ukraine ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 18 gestiegen. mehr
Die Attacke erfolgte einen Tag nach einem massiven Drohnen- und Raketenangriff auf ukrainische Städte, bei dem mindestens 22 Zivilisten getötet und 138 verwundet wurden. Sie ist eine Blamage für Putin, der Anfang Mai bereits die Parade zum Tag des Sieges über Deutschland im Zweiten Weltkrieg eingeschränkt hatte, weil ukrainische Drohnenangriffe zu befürchten waren.
In St. Petersburg startet heute das Internationale Wirtschaftsforum SPIEF. Bei dem bis Samstag andauernden Forum werden insgesamt rund 20.000 Besucher aus 130 Ländern erwartet. Präsident Putin soll am Freitag eine Rede halten. Zudem werden Vertreter von russischen Verbündeten erwartet, etwa die Präsidenten Usbekistans und Tansanias, außerdem Minister aus Kuba, Belarus, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien. Die russische Führung erwartet auch Unternehmer und Wirtschaftsvertreter aus westlichen Staaten.
Mehr als vier Jahre nach Beginn des
📌 Kaynak
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