Mehr Hochleistungschips sollen aus Europa kommen
Die meisten Hochleistungschips kommen aus Taiwan. Mit einem neuen Förderpaket für Künstliche Intelligenz und Halbleiter will das die EU-Kommission ändern. Welche Chancen haben die Europäer im KI-Wettrennen? Von Constantin Röse . [ mehr ]
Die meisten Hochleistungschips kommen aus Taiwan. Mit einem neuen Förderpaket für Künstliche Intelligenz und Halbleiter will das die EU-Kommission ändern. Welche Chancen haben die Europäer im KI-Wettrennen?
Der US-Chiphersteller Nvidia versucht mit Superlativen aufzufallen. Auf der größten Computermesse Asiens, der Computex, hat Nvidia-Chef Jensen Huang gerade seinen neuen "RTX-Spark"-Chip vorgestellt. Damit sollen Nutzer auch am heimischen PC komplexe Anwendungen der Künstlichen Intelligenz betreiben können. Zusammen mit Microsoft greift der KI-Riese damit im PC-Markt an.
Laut Huang wird der PC "nach 40 Jahren völlig neu erfunden". Das sei eine ebenso große Sache wie die Weiterentwicklung des Telefons zum Smartphone, sagte der Nvidia-Chef bei der Produktvorstellung.
Hergestellt wird der Chip in Taiwan. Nicht nur Nvidia, auch der Konkurrent AMD oder Apple lassen hier ihre Halbleiter fertigen. Rund 90 Prozent der modernsten KI-Chips kommen aus dem kleinen Inselstaat. Taiwan sei zu einem "Epizentrum der KI-Revolution" geworden, heißt es in der Branche. Neben neuen Chipfabriken entstehen auch KI-Rechenzentren. Allein Nvidia hat angekündigt, pro Jahr 150 Milliarden Dollar in Taiwan investieren zu wollen.
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Die Zahlen sind beeindruckend: Dank des Booms rund um Künstliche Intelligenz und den massiven Investitionen ins Land rechnet Taiwan in diesem Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von rund zehn Prozent. Es wäre das stärkste Wachstum seit 16 Jahren. Andere Länder können davon nur träumen.
Doch Sorgen bereiten weiter die geopolitischen Spannungen. Taiwan pocht auf seine Unabhängigkeit und erscheint wie ein Spielball zwischen China und den USA. Strategisch immer wichtiger wird Taiwan auch für Europa.
Denn egal ob Autoindustrie oder Maschinenbau, moderne Prozessoren oder Speicherchips aus Asien würden gebraucht, erklärt Klemens H. Fischer, Professor für internationale Beziehungen an der Universität Köln: "Die Abhängigkeiten werden sich nicht ändern, sie werden sich eher verstärken, vor allem im Bereich der seltenen Erden." Es fehlten wichtige Rohstoffe, weshalb die Europäer Getriebene seien, so Fischer.
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Mit einem europäischen Chips-Gesetz hat die EU schon vor drei Jahren versucht, die heimische Mikrochip-Produktion zu fördern. Doch es habe sich bislang zu wenig getan, sagt Dorothee Hillrichs, Halbleiter-Expertin vom Münchner ifo-Institut: "Es ist noch nicht das Ziel erre
📌 Kaynak
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