»Sommer auf Asphalt«: Immerhin gibt es eine Balkonszene
Der Vater trägt immer Warnweste, die Tochter verweigert den Helm. Im Film »Sommer auf Asphalt« radeln Mala Emde und Christoph Maria Herbst ihren Problemen davon.
"Sommer auf Asphalt": Ein Film, der mehr als nur gehetztes Fernsehen bietet, mit seltenen berührenden Momenten zwischen Vater und Tochter. Die Handlung um Fahrradkuriere und Beziehungsprobleme wirkt hektisch und überladen, während die Figuren nur gelegentlich genug Raum zur Entfaltung bekommen. Trotzdem gelingt es den Schauspielern, Emdes und Herbsts, ihren Rollen Tiefe zu verleihen und berührende Szenen zu schaffen. Am Ende steht eine bewegende Begegnung zwischen Vater und Tochter, die das Getöse der Probleme verstummen lässt und Raum für echte Emotionen schafft. "Sommer auf Asphalt" läuft ab 4. Juni im Kino und bietet eine Mischung aus Drama, Komödie und berührenden Momenten.
Genau in der Hälfte des Films gibt es eine besondere Einstellung, knapp fünf Sekunden ist sie lang. Es könnte ein Bild des US-amerikanischen Malers Edward Hopper sein, ein geschachtelter Blick, Hinteransicht der beiden Figuren: Durch die offene Tür sehen wir die Tochter, sie kniet auf dem frisch bezogenen Gästebett in ihrer schattigen Wohnung, schaut aus dem Fenster, auf ihren Vater, der auf dem Balkon ruhig in den Hamburger Abendhimmel blickt. Doch anders als bei Hopper erzählt das Bild nicht von Entfremdung, vielmehr von einer Berührung.
📌 Kaynak
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