UN-Sicherheitsrat: Deutsche Arroganz
Deutschland verfehlt den Sitz im Sicherheitsrat. Eine Niederlage, die nicht nur an einer späten Kandidatur lag. Politische Positionen und Selbstverständnis stimmen nicht.
Deutschland scheitert bei der UN-Wahl im ersten Wahlgang, während Portugal und Österreich jubeln. Die Niederlage wirft Fragen auf, auch um Außenminister Wadephul. Kritik an Deutschlands Positionen zum Völkerrecht und zur Entwicklungszusammenarbeit wird laut. Eine harte Fehleranalyse und Anpassung des Anspruchs sind nun gefragt, um Deutschlands Rolle bei den Vereinten Nationen zu stärken.
Dieser Tag ist eine außenpolitische Katastrophe. Als Annalena Baerbock als Präsidentin der UN-Generalversammlung das Ergebnis des ersten Wahlganges verkündet, jubelt erst Portugal, danach direkt Österreich. Außenminister Johann Wadephul sitzt rechts außen auf der deutschen Bank und applaudiert höflich, die Gesichtszüge unbewegt. Der Schock ist an die Stelle der Zuversicht getreten. Die hatte Deutschland in diesen letzten Tagen der Bewerbung um einen Sitz im UN-Sicherheitsrat so unbedingt ausstrahlen wollen. Immer mit dem Hinweis, dass es knapp werden würde, dass nichts sicher sei. Erwartungsmanagement, verpackt mit einem Optimismus, dass es schon gut gehen würde für Deutschland.
📌 Kaynak
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