Spanien: Madrid statt Barcelona
Barock, Jugendstil und Brutalismus: Madrids Architektur gleicht einer Dauerausstellung, seine Parks sind eigene Welten. Und das Lebensgefühl, das überrascht.
Madrid, die oft vergessene Schönheit Spaniens, beeindruckt mit einer einzigartigen architektonischen Vielfalt aus Barock, Jugendstil und Brutalismus. Die Stadt präsentiert sich als permanente Ausstellung, frei zugänglich für jeden, der ihre Straßen erkundet. Parks wie der Retiro-Park bieten eine Welt für sich, vergleichbar mit dem Central Park in New York oder dem Hyde Park in London. Madrid verändert sich dynamisch, lockt mit hoher Lebensqualität und kulturellen Highlights, die selbst den erfahrenen Kurator Hans Ulrich Obrist begeistern.
Vielleicht liegt es an Barcelona. Dieser Stadt, die für die Olympischen Spiele Anfang der Neunziger ihr Gesicht veränderte, so umgebaut wurde, dass ihr Blick jetzt zum Meer geht. In den Neunzigerjahren zog sie erst junge Menschen aus der halben Welt an, die hier ihr Glück suchten, es folgten die Touristinnen und Touristen, das Musikfestival Sónar wurde zu so etwas wie der spanischen, Pardon, katalanischen Loveparade. Es war die Zeit, in der Barcelona und Berlin darum wetteiferten, welche Stadt in Europa am aufregendsten war. Madrid hingegen, die stolze Hauptstadt Spaniens, einst erbaut auf einer Anhöhe knapp 700 Meter über dem Meeresspiegel und 360 Kilometer von der nächsten Küste entfernt, geriet für manche Reisende in Vergessenheit.
📌 Kaynak
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