CSU: Manfred Weber bestreitet Führungsdebatte um CSU-Chef Markus Söder
CSU-Vize Manfred Weber sieht nach eigenen Angaben keine Führungsdiskussion in seiner Partei. Zuvor hatte sich der Europapolitiker für eine Neuausrichtung ausgesprochen.
Der stellvertretende CSU-Vorsitzende Manfred Weber unterstützt Parteichef Markus Söder, betont aber die Notwendigkeit einer Neuausrichtung der CSU. In einem »Pfingstbrief« forderte er eine am Gemeinsinn orientierte Politik und kritisierte indirekt Söders Kommunikationsstil. Weber erhielt Unterstützung vom CSU-Ehrenvorsitzenden Theo Waigel, der den Brief als Weckruf für die Partei bezeichnete. Die Forderungen Webers wurden in Teilen der CSU als Kritik an Söder interpretiert, insbesondere in Bezug auf Patriotismus und Verteidigungspolitik. Weber betonte die Bedeutung einer strategischen Neuausrichtung der Partei nach den schweren Niederlagen bei den Kommunalwahlen in Bayern und forderte Überlegungen für die Landtagswahl 2028.
Der stellvertretende CSU-Vorsitzende Manfred Weber bezweifelt nach eigenem Bekunden die Führungsrolle von Parteichef Markus Söder nicht. »Es gibt in der CSU derzeit keine Führungsdiskussion, dass man Markus Söder infrage stellt. Wir wollen gemeinsam arbeiten«, sagte Weber in der ARD-Sendung Maischberger. Weber ist auch Partei- und Fraktionsvorsitzender der Europäischen Volkspartei (EVP) und damit einer der einflussreichsten Unionspolitiker auf europäischer Ebene.
Zuvor hatte Weber eine Neuausrichtung der CSU gefordert und vor wenigen Tagen mit einem an zahlreiche Mandatsträger verschickten »Pfingstbrief« für Aufmerksamkeit gesorgt. Darin hatte er eine Neuausrichtung des Auftretens der CSU gefordert und indirekt die Kommunikation Söders kritisiert, ohne den bayerischen Ministerpräsidenten beim Namen zu nennen.
Weber hatte bei seinen Forderungen Unterstützung vom CSU-Ehrenvorsitzenden und Ex-Bundesminister Theo Waigel bekommen. Webers Brief sei ein Weckruf an die Partei, sagte Waigel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).
In dem an zahlreiche Mandatsträger verschicktem Brief hatte Weber eine »ernsthaftere und am Gemeinsinn orientierte Politik« gefordert. Viele der Zeilen wurden in der CSU als Angriff auf den Parteivorsitzenden Söder verstanden. »Dieses Gemeinschaftsgefühl werde ich aber weder mit Schlagzeilen noch mit Klickzahlen, sondern nur mit Kreativität, Mut und Ideen erreichen«, heißt es in dem Brief. Söder hat den Ruf, oft schnelle Schlagzeilen über seine Social-Media-Kanäle zu generieren.
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»Das Absingen von Hymnen bei Abiturfeiern ist wichtig, aber die Frage unserer zukunftsfähigen Verteidigungs- und Rüstungsfähigkeit sagt mehr über gelebten Patriotismus.« Für viele in der CSU waren diese Zeilen eine Kritik an Söders Vorstoß, künftig die National-
📌 Kaynak
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