Nordkoreanisches Atomprogramm: Nordkorea will Atomwaffenvorrat deutlich ausbauen
Innerhalb von fünf Jahren will Nordkorea die Produktionskapazität von waffenfähigem Nuklearmaterial verdoppelt haben. Kim Jong-un fordert eine weitere Steigerung.
Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un fordert einen massiven Ausbau der Nuklearstreitkräfte, mit einer Verdopplung der Produktionskapazität für waffenfähiges Nuklearmaterial in den letzten fünf Jahren. Trotz fehlender unabhängiger Überprüfung äußerte sich Kim bei einem Besuch einer neuen Nuklearmaterialanlage entsprechend. Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) bestätigte bereits eine deutliche Erweiterung Nordkoreas Atomwaffenkapazitäten. Das international isolierte Land beharrt darauf, niemals auf seine Atomwaffen zu verzichten, um sich gegen vermeintliche Bedrohungen durch die USA und deren Verbündete zu schützen. Seit 2009 verweigert Nordkorea IAEA-Inspektoren den Zugang zu seinen Nuklearanlagen, während es weiterhin unter umfassenden internationalen Sanktionen leidet.
Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat einen deutlichen Ausbau der Nuklearstreitkräfte des Landes gefordert. Die Produktionskapazität für waffenfähiges Nuklearmaterial habe sich in den vergangenen fünf Jahren bereits mehr als verdoppelt und solle »exponentiell« steigen, sagte Kim laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA. Demnach äußerte er sich beim Besuch einer neu in Betrieb genommenen Anlage zur Produktion von Nuklearmaterial. Kims Angaben ließen sich nicht unabhängig prüfen.
Nordkorea habe einen »ehrgeizigen Zukunftsplan verabschiedet, der darauf ausgerichtet ist, die Atomstreitkräfte unseres Staates in exponentiellem Tempo zu stärken«, sagte Kim laut KCNA.
Im April hatte bereits die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) mitgeteilt, dass Nordkorea seine Kapazitäten zum Bau von Atomwaffen »sehr deutlich« ausgeweitet habe. Nordkorea verfügt der IAEA zufolge über eine zweistellige Zahl atomarer Sprengköpfe. Das ostasiatische Land unterliegt seit 20 Jahren wegen seines Atom- und Raketenprogramms weitreichenden internationalen Sanktionen.
Die Staatsführung bekräftigt immer wieder, dass sie niemals auf ihre Atomwaffen verzichten werde. Das international weitgehend isolierte Land argumentiert, dass es Atomwaffen zur Abschreckung gegen eine angebliche militärische Bedrohung durch die USA und mit ihr verbündete Staaten wie Südkorea benötige.
Seit 2009 verwehrt die nordkoreanische Regierung IAEA-Inspektoren den Zugang zu den Nuklearanlagen im Land. Seinen ersten Atomtest hatte Nordkorea im Jahr 2006 ausgeführt.
📌 Kaynak
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