Elbvertiefung: Der tägliche Newsletter aus Hamburg: Olympia ist vorbei. Der Streit nicht
Die Elbvertiefung am Donnerstag – Mit Kommunikationsproblemen im Rathaus, einer Hommage an den Fotografen F. C. Gundlach, und Tipps für Vonovia-Mieter
In der Bürgerschaftssitzung ging es um das Olympiareferendum, bei dem die Opposition den Senat kritisierte. CDU, Linke und AfD sehen im Olympia-Nein einen Denkzettel. Die Diskussion eskalierte, als Sportsenator Grote die Opposition scharf angriff. Die Debatte zeigte typische Kommunikationsfallen auf, die auch in Paargesprächen auftreten. Trotz unterschiedlicher Meinungen und hitziger Diskussionen bleibt die Frage nach den Kosten und Konsequenzen des Referendums bestehen.
man muss keine Paartherapeutin sein, um zu wissen, woran Gespräche scheitern. Die typischen Fallstricke: Da hört jemand nicht zu, sondern wartet darauf, selbst zu reden. Da wird ein einzelner Satz herausgegriffen, weil er leichter zu bekämpfen ist als die eigentliche Aussage. Da hört man nur noch das, was die eigene Sicht bestätigt. Da reagiert man beleidigt und will vor allem recht haben.
Gestern war Bürgerschaftssitzung. Gleich zu Beginn ging es um das Olympiareferendum. Verzeihen Sie, dass ich wieder mit dem Thema komme – aber über die Reaktionen der Parteien haben wir noch nicht gesprochen.
Die Opposition, also CDU, Linke und AfD, sieht im Olympia-Nein einen Denkzettel für den Senat. Die Hamburgerinnen und Hamburger hätten das Vertrauen verloren, sagte CDU-Fraktionschef Dennis Thering. Seine Partei war für Olympia, Thering hatte aber vor dem Referendum öfter beklagt, nicht an der Kampagne beteiligt zu sein, was den Senat Stimmen kosten könnte. Eine praktische Hintertür für den Fall einer Niederlage? Dieses Manöver kam im Parlament nicht gut an. »Man kämpft zusammen und verliert zusammen«, schimpfte Sportsenator Andy Grote. »So einen Spieler wie Sie möchte keiner in der Mannschaft haben!«
Heike Sudmann von den Linken vermisste Selbstkritik des Bürgermeisters. »Sagen Sie doch mal: Wir haben die Stimmung in der Stadt falsch eingeschätzt!« Peter Tschentscher sah dazu keinen Anlass. »Wir haben uns nicht verschätzt, wir wussten, dass die Skepsis groß ist.« Dass Menschen je nach Alter und sozialer Lage sehr unterschiedlich abgestimmt haben, nehme der Senat aber ebenso ernst wie die Sorge vor steigenden Mieten.
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Dann kam es zum Schlagabtausch, SPD und Grüne warfen der Linken Miesmacherei vor. Die Linke hielt dagegen, wer ein Referendum ansetze, müsse mit Gegenargumenten rechnen. Die Grünen fragten, woher nun die Milliarden kommen sollen, die das IOC beigesteuert hätte. Die Linke entgeg
📌 Kaynak
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