Krieg in Nahost: Israel und Libanon einigen sich auf Umsetzung der Waffenruhe

📌 Diğer 📰 Zeit Online 🕐 16 saat önce
Krieg in Nahost: Israel und Libanon einigen sich auf Umsetzung der Waffenruhe

Bei Gesprächen in den USA haben sich Unterhändler Israels und des Libanon zu einer Feuerpause bekannt. Zonen unter libanesischer Kontrolle sollen eingerichtet werden.

Israel und der Libanon haben sich auf eine Umsetzung der Waffenruhe geeinigt, die bisher kaum wirksam war. Die Hisbollah soll ihre Angriffe einstellen und sich aus dem südlichen Libanon zurückziehen. Pilotzonen sollen eingerichtet werden, in denen nur die libanesischen Streitkräfte kontrollieren. Die Zukunft der Beziehungen zwischen Israel und dem Libanon hängt von den Regierungen ab. Die Hisbollah, vom Iran unterstützt, steht im Konflikt mit Israel. Die Verhandlungen spielen auch bei den Gesprächen zwischen dem Iran und den USA eine Rolle.

Israel und der Libanon haben sich den USA zufolge auf die Umsetzung der bisher faktisch kaum wirksamen Waffenruhe geeinigt. Voraussetzung sei, dass die proiranische Hisbollah-Miliz ihre Angriffe vollständig einstelle und ⁠sich aus dem Gebiet ​südlich des Litani-Flusses zurückziehe, teilte das US-Außenministerium mit. Die gemeinsame Erklärung sieht vor, dass sogenannte Pilotzonen im Libanon eingerichtet werden, in denen ausschließlich die regulären libanesischen Streitkräfte die Kontrolle ausüben sollen.

»Diese Schritte werden Fortschritte hin zu einem umfassenden Friedens- und Sicherheitsabkommen ermöglichen«, heißt es in der Erklärung. Wie die Sicherheitszonen eingerichtet werden sollen, ist noch unklar. Offen ist auch, ob die Hisbollah ihre Angriffe einstellen wird.

Im aktuellen Konflikt stehen sich Israel und die vom Iran unterstützte Hisbollah gegenüber. Die libanesische Regierung ist selbst keine Kriegspartei und hat auch nur begrenzt Einfluss auf die Miliz.

Die Zukunft der Beziehungen zwischen Israel und dem Libanon müsse von den beiden Regierungen selbst entschieden werden, hieß es in der Erklärung. Jeder Versuch »staatlicher oder nicht staatlicher Akteure«, die »Zukunft des Libanons als Geisel zu nehmen«, werde zurückgewiesen. Dies schien ein deutlicher Bezug auf den Iran zu sein, der die Hisbollah unterstützt. Die Miliz ist nicht Teil der israelisch-libanesischen Gespräche.

Israel und die Hisbollah standen bereits infolge des Gazakriegs in einem offenen Konflikt. Eine im November 2024 geschlossene Waffenruhe war schon damals äußerst brüchig. Israel griff weiter Hisbollah-Ziele im Libanon an und warf der Schiitenmiliz vor, sich entgegen einer Vereinbarung neu zu bewaffnen. Im Zuge des Irankriegs, den Israel und die USA im Februar begonnen hatten, begann auch die Hisbollah erneut, Raketen in Richtung Israel abzufeuern. Es kam zu einer erneuten Eskalation.

Mitte April war im Rahmen der Gespräche zwischen Israel und dem Libanon erstmals wieder eine Waffenruhe verkündet worden. Sie wurde seitdem mehrere Male

📌 Kaynak

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