1860 München ist wieder ein Klub am Abgrund
Der TSV 1860 München stürzt erneut in die Regionalliga ab. Die Zukunft des Traditionsklubs ist völlig offen: Der Hauptsponsor steigt aus, Insolvenz-Experten sind eingeschaltet. Sportlich gibt es fast nur Fragezeichen.[ mehr ]
Der TSV 1860 München stürzt erneut in die Regionalliga ab. Der Hauptsponsor steigt aus. Sportlich gibt es fast ausschließlich Fragezeichen. Insolvenz-Experten sind eingeschaltet. Die Zukunft des Traditionsklubs ist völlig offen.
Die Stimmung bei den Fans des TSV 1860 München war am Boden. "Es ist der tiefste Tiefpunkt, weil es geht nicht mehr aufwärts. Die Fans werden weniger. Der Verein wird verschwinden", erklärte ein Anhänger mit tränenerstickter Stimme am BR24Sport-Mikrofon.
Zum zweiten Mal binnen neun Jahren muss der Traditionsklub in die Regionalliga Bayern. Wieder fehlte ein Millionenbetrag zur Lizenz für die 3. Liga. Wieder wurde bis zur Deadline des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zwischen den Vertretern der beiden Gesellschafter um eine Einigung gerungen.
Am Schluss standen wie 2017 geplatzte Verhandlungen zwischen dem e.V. und Investor Hasan Ismaik. Und so musste die Vereinsführung um Präsident Gernot Mang verkünden: "Es lagen am Schluss zwei Verträge vor, der eine war akzeptabel für den e.V., der andere für die HAM. Beide waren akzeptabel für die KGaA, für mich und Manfred Paula (Geschäftsführer, Anm. d. Red.). Auch die KGaA hat wirklich versucht, Lösungen zu finden, aber es gab leider keine Einigung."
Zwar versuchten Mang und Bergmaier Optimismus unter den konsternierten Fans vor der Geschäftsstelle zu verbreiten, doch das lief ins Leere. Schnell wurden Rufe laut, die die Rücktritte der gesamten Führungsriege forderten.
Die Aussichten für 1860 sind düster. 2017 war nach dem ersten Schock beinahe Euphorie ausgebrochen. Der Umzug in die alte Heimat, dem Städtischen Stadion an der Grünwalder Straße, beflügelte.
Die sportliche Zukunft sah ebenfalls nach einer schnellen Rückkehr ins Profi-Geschäft aus. Mit Daniel Bierofka stand eine Vereinsikone an der Seitenlinie, junge Spieler aus der zweiten Mannschaft bekamen eine Chance und wurden von gestandenen Profis um Sascha Mölders angeleitet.
2026 zeigt der Blick nach vorne hauptsächlich Fragezeichen. Ob Coach Markus Kauczinski bleibt, ist offen. Zwar hatten die Löwen einen Umbruch angestrebt und kräftig aussortiert. Nun droht man aber sogar die Spieler zu verlieren, die man behalten wollte, da offenbar nur acht Verträge in der Regionalliga gültig sind.
Der nächste Teil der Misere sind die Finanzen. Einerseits bricht durch das Fehlen der TV-Gelder aus der 3. Liga ein Millionenbetrag weg, was durch den Umstand verschlimmert werden dürfte, dass es mindestens fraglich ist, ob es 1860 gelingen wird, nach dem Absturz Woche für Woche seine Heimspiele auszuverkaufen.
Andererseits steht die weitere Zu
📌 Kaynak
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