Handyfunktion aus den 2000ern wird im Juni komplett eingestellt

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Handyfunktion aus den 2000ern wird im Juni komplett eingestellt

Bei den Handy-Nutzer:innen konnte sich die MMS nie wirklich durchsetzen. Nachdem Vodafone die Multimedia-Funktion schon im Jahr 2023 einstellte, ziehen am 30. Juni auch die verbleibenden Mobilfunkanbieter nach. weiterlesen auf t3n.de

Bei den Handy-Nutzer:innen konnte sich die MMS nie wirklich durchsetzen. Nachdem Vodafone die Multimedia-Funktion schon im Jahr 2023 einstellte, ziehen am 30. Juni auch die verbleibenden Mobilfunkanbieter nach.

Als die MMS Anfang der 2000er-Jahre von Mobilfunkanbietern eingeführt wurde, kostete eine Nachricht 39 Cent bei einer maximalen Dateigröße von 300 Kilobyte. Zur damaligen Zeit war das durchaus bemerkenswert, denn während die SMS auf Text und 160 Zeichen beschränkt war, ermöglichte die MMS erstmals das Versenden von Fotos, Musik und kurzen Clips über das Mobilfunknetz. Trotzdem hat sie sich nie durchgesetzt. Sie war zu teuer und wurde schnell von E-Mails und Messenger-Apps überholt. Wie der Merkur berichtet, ist für die MMS jetzt bald Schluss: Telekom, O2 und 1&1 stellen den Dienst am 30. Juni 2026 endgültig ein.

Vodafone führte die MMS in Deutschland im April 2002 als erster Anbieter ein – und schaltete sie am 17. Januar 2023 als erster auch wieder ab. Wie gering die Nutzung tatsächlich war, zeigen Zahlen des Mobilfunkanbieters: Im Dezember 2012, dem Rekordjahr der MMS, verschickten Vodafone-Kund:innen 1,5 Milliarden SMS, aber nur 13 Millionen MMS. Bis zur Abschaltung schrumpfte die MMS-Nutzung um mehr als 96 Prozent. „Durch das stetige Prüfen und gezielte Abschalten von veralteter Netz-Technologie räumen wir unser Netz auf, schaffen Platz für die Technologien von morgen und können dabei unseren Energiebedarf stark senken“, erklärte Tanja Richter, die damalige Netzchefin von Vodafone Deutschland, in einer Pressemitteilung.

Jetzt ziehen die übrigen Netzbetreiber nach. Als Nachfolger von SMS und MMS gelten die Rich Communication Services (RCS). Dabei handelt es sich um einen offenen Standard, der das direkte Versenden von Bildern, Videos und Gruppenchats über die Nachrichten-App eines Smartphones ohne zusätzliche Kosten ermöglicht. Es wird lediglich das im gebuchten Tarif enthaltene Datenvolumen genutzt. RCS existiert zwar schon länger, soll jetzt aber weiter verbessert werden. Im März 2026 hat der Branchenverband GSMA die Spezifikation des Universal Profile 4.0 finalisiert und bezeichnet es als das bislang umfassendste Update. Es enthält Funktionen, die RCS näher an andere Messenger wie Whatsapp heranbringen sollen.

📌 Kaynak

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