Connected Ball, VAR und 3D-Modelle zur WM 2026: Wie Technologie den Fußball fairer machen soll
Eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters und der Titeltraum bei der Weltmeisterschaft 2026 bleibt ein Luftschloss. Damit das nicht passiert, setzt die Fifa auf so viel Technik wie noch nie. So soll sie das Spiel fairer machen. weiterlesen auf t3n.de
Eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters und der Titeltraum bei der Weltmeisterschaft 2026 bleibt ein Luftschloss. Damit das nicht passiert, setzt die Fifa auf so viel Technik wie noch nie. So soll sie das Spiel fairer machen.
War der Ball im Aus oder nicht? Manchmal sind es die kleinen Fragen, die am Ende große Auswirkungen auf den Weltfußball haben. Rückblende ins Jahr 2022. Bei der Weltmeisterschaft in Katar muss die deutsche Nationalmannschaft am letzten Gruppenspieltag ihr Spiel gegen Costa Rica gewinnen und gleichzeitig darauf hoffen, dass Spanien nicht gegen Japan verliert. Tatsächlich geht das Spiel gegen die Südamerikaner mit 4:2 zugunsten der DFB-Elf aus. Da Spanien aber 2:1 gegen Japan verliert, ist das Ergebnis letztendlich bedeutungslos.
Zum Streitpunkt dabei wird eine Szene unmittelbar vor dem Führungstreffer von Ao Tanaka. Denn bei der Hereingabe von Mitomi entschied Schiedsrichter Gomes nach Signal des Assistenten zunächst auf Toraus. Das Spiel hätte also mit einem Abstoß weitergehen müssen. Doch der Video Assistent Referee (VAR) überprüfte die Szene minutenlang. Das endgültige Urteil: Der Ball war nicht im vollen Umfang hinter der Linie. Der Treffer zählt. Japan und Spanien kommen weiter, Deutschland nicht. Ob der Ball nun im Aus war, damit beschäftigten sich im Nachhinein viele Sportsendungen. Bei der Weltmeisterschaft 2026 könnte neue Technik aber dafür sorgen, dass diese Frage gar nicht erst aufkommt.
Denn technisch hat die Fifa in den 16 Stadien, die über die USA, Kanada und Mexiko verteilt sind, nachgerüstet. Statt wie vorher zwölf beobachten 16 Spezialkameras die Bewegungen der Spieler auf dem Feld und erfassen pro Sekunde 29 Datenpunkte. Wie schon zur WM 2022 und zur Europameisterschaft 2024 wird außerdem wieder mit einem Connected Ball von Adidas gespielt. Diesmal hört er auf den Namen Trionda, was auf die drei Gastgeberländer anspielen soll. Neu ist die Position des Sensors, der nicht mehr in der Mitte, sondern in einem der vier Paneele untergebracht ist. In den anderen drei sitzen jeweils Gegengewichte, damit das Spielgerät vernünftig fliegt. 500 Bewegungen pro Sekunde erfasst Trionda und soll anhand dieser Daten das Schiedsrichterteam auf dem Feld, aber auch den VAR unterstützen.
📌 Kaynak
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