Diskussion um Nacktszene: Filmakademie plant Austausch zu Wim Wenders Film »Falsche Bewegung«

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Diskussion um Nacktszene: Filmakademie plant Austausch zu Wim Wenders Film »Falsche Bewegung«

Die Deutsche Filmakademie regt eine Diskussion über die nachträgliche Veränderung von Kunst an. Hintergrund ist der Streit über eine Nacktszene in einem Film von 1975.

Die Deutsche Filmakademie plant einen Austausch über das nachträgliche Ändern von Kunstwerken, inspiriert durch Wim Wenders' Entscheidung, seinen Film Falsche Bewegung vorerst zurückzuziehen. Die Diskussion um die Veränderung von Filmen und Kunstwerken hat intensive Debatten innerhalb der Akademie ausgelöst. Juristische, ethische und künstlerische Dimensionen stehen im Fokus der geplanten Veranstaltung im September. Wenders reagierte auf Kritik bezüglich einer Nacktszene mit Nastassja Kinski und entschuldigte sich schließlich für mangelnden Schutz. Die Debatte um den Umgang mit kontroversen Filmwerken des 20. Jahrhunderts soll weitergeführt werden, um neue Perspektiven zu entwickeln.

Die Deutsche Filmakademie hat einen Austausch über das nachträgliche Ändern von Kunstwerken angekündigt. Hintergrund ist die Entscheidung des Regisseurs Wim Wenders, seinen Film Falsche Bewegung aus dem Jahr 1975 wegen einer Nacktszene vorerst aus dem Verkehr zu ziehen. »Die von Wim Wenders aufgeworfene Frage, ob Filme und andere Kunstwerke nachträglich verändert werden sollten, müssten oder dürften, hat nicht nur öffentlich, sondern auch innerhalb der Deutschen Filmakademie intensive Debatten ausgelöst«, teilte die Leitung der Akademie – die Schauspielerin Vicky Krieps und der Regisseur und Autor Florian Gallenberger – der Nachrichtenagentur dpa mit.

Die Frage berühre juristische, ethische, künstlerische und kulturwissenschaftliche Dimensionen gleichermaßen. Diesen wolle sich die Akademie offen und differenziert widmen. »Die notwendige inhaltliche Vorbereitung auf einen fundierten Austausch erfordert Zeit und Sorgfalt, deshalb planen wir im September eine Veranstaltung dazu«, teilten Krieps und Gallenberger mit.

Wenders hatte am Mittwoch angekündigt, Falsche Bewegungen vorerst nicht mehr zu zeigen. Wenders’ Stiftung teilte mit, der Film werde aus allen aktuellen Auswertungsformen zurückgezogen; Streaming-, TV- und Vertriebspartner würden dazu angewiesen, den Film nicht mehr öffentlich zugänglich zu machen.

Vorausgegangen war der Entscheidung ein Streit um eine Nacktszene mit der damals 13-jährigen Schauspielerin Nastassja Kinski. Wenders stand wegen des Umgangs mit der Filmszene unter wachsender Kritik. Kinski hatte der Süddeutschen Zeitung gesagt, sie versuche seit Jahren, die Szene mit ihr mit nacktem Oberkörper entfernen zu lassen. Bei der Verleihung der Ehren-Lola für sein Lebenswerk Ende Mai ging Wenders auf die Kritik ein, ohne jedoch Konsequenzen in Aussicht zu stellen.

Aus Sicht von Kinskis Anwalt Christian Schertz versuchte Wenders in seiner Rede beim Deutsche

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