Greg Mendez: Er singt uns alle gesund
Seit 20 Jahren schreibt Greg Mendez Songs über Sucht und Rückfall, beachtet nur von ein paar Leidensgenossen in Philadelphia. Nun könnte sein neues Album alles verändern.
Der Songwriter Greg Mendez erzählt in seinen Liedern von Flucht und Sucht, von traurigen Momenten und dem Versuch, ihnen zu entkommen. Seine Musik, geprägt von persönlichen Erfahrungen, erinnert an Elliott Smith und berührt mit unerschöpflicher Empathie. Auf seinem sechsten Album "Beauty Land" verwebt Mendez Geschichten von Drogen, Freundschaft und Verantwortung zu einer tiefgreifenden Erzählung. Die Songs überwinden das Abstrakte und bringen gesellschaftliche Krisen auf eine persönliche Ebene, die den Hörer mitnimmt. Mendez' Musik mag heilen, aber nur für die Dauer eines Songs - eine eindringliche Reise durch "Beauty Land".
Der Zauber- und Entfesselungskünstler Harry Houdini soll sich früher kopfüber baumelnd und an den Füßen verknotet aus einem Wassertank befreit haben. Greg Mendez könnte darüber wohl nur lachen. Auch der Songwriter aus Philadelphia ist ein escape artist, seine Lieder handeln vom Wegrennen und Davonkommen, von den guten Vorsätzen, die er anschließend fasst, und den Rückschlägen, die alles wieder zunichtemachen. Ganz klassischer Stoff eigentlich, genauso alt wie traurige Männer auf Akustikgitarren und schlechten Drogen. So unverstellt und ultranah aber, so beiläufig und doch erschütternd wie bei Mendez hat man diesen Stoff schon lange nicht mehr gehört.
📌 Kaynak
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