Kerosin-Krise: Reicht das Kerosin, Frau Stehling?
Cecilia Stehling verantwortet bei der Lufthansa den Einkauf von Treibstoff. Sie weiß, wie dramatisch die Lage derzeit aussieht und ob der Sommerurlaub in Gefahr ist.
Die Einkaufschefin der Lufthansa, Cecilia Stehling, jongliert mit der Kerosinversorgung in Zeiten der Iran-Krise, während sie im Skiurlaub ist. Mit einem Team von 20 Personen managt sie die komplexen Lieferverträge für 300 Flughäfen weltweit. Die Blockade der Straße von Hormus führt zu Preisanstiegen und Flugstreichungen bei der Lufthansa und anderen Airlines. Trotzdem konnte die Kerosinversorgung durch Maßnahmen der Ölkonzerne und Anpassungen in der Produktion aufrechterhalten werden. Stehling betont, dass die Versorgung der Flughäfen nicht gefährdet ist und wirbt mit einer "Geld-zurück-Garantie" für unentschlossene Kunden.
Für eine Krise gibt es natürlich keinen optimalen Zeitpunkt. Aber ausgerechnet im Urlaub? Cecilia Stehling war gerade in Österreich Ski fahren, als der Iran die Straße von Hormus sperrte. Am Lift führte sie die ersten Telefonate. Die Fragen, die sie ihren Lieferanten stellte, beschäftigen in diesen Wochen auch Hunderttausende Urlauber: Reicht das Kerosin? Und falls nein, wann und wo wird es zuerst knapp?
Stehling, 45, arbeitet als Einkaufschefin bei der Lufthansa. Ihre Aufgabe: dafür sorgen, dass jedes Flugzeug der Airline-Gruppe an jedem Flughafen der Welt die richtige Menge Treibstoff erhält. Das ist schon in normalen Zeiten ein komplexer Job. Aber wenn plötzlich 20 Prozent des weltweiten Kerosinangebots wegfallen, wird er zur existenziellen Aufgabe. Gelingt sie ihr?
📌 Kaynak
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