Mehr Spionage und Sabotage in Schleswig-Holstein
In Schleswig-Holstein ist im vergangenen Jahr deutlich mehr Spionage aufgedeckt worden. Das geht aus dem Verfassungsschutzbericht 2025 hervor. Meist handelte es sich um Drohnenüberflüge.[ mehr ]
Der Verfassungsschutzbericht 2025 zeigt, dass Spionage- und Sabotagefälle in Schleswig-Holstein im Vergleich zum Vorjahr von 3 auf 100 gestiegen sind. Politisch motivierte Kriminalität erreichte mit mehr als 2.800 Fällen einen neuen Höchststand.
In Schleswig-Holstein ist im vergangenen Jahr deulich mehr spioniert worden. Das geht aus dem 200 Seiten langen Verfassungsschutzbericht 2025 hervor, den Innenministerin Magdalena Finke (CDU) heute in Kiel vorgestellt hat. Gleichzeitig spielt Extremismus weiterhin eine erhebliche Rolle.
Für große Aufmerksamkeit sorgt die Entwicklung im Bereich Spionage und Sabotage. Die Zahl der registrierten Fälle ist innerhalb eines Jahres von drei auf 100 gestiegen. Laut Innenministerin Finke handelt es sich bei fast der Hälfte der Fälle um Drohnenüberflüge, teilweise über kritische Infrastruktur, über militärischen Einrichtungen.
Innenministerin Magdalena Finke (CDU) ist besorgt wegen des Anstiegs der Spionage- und Sabotage-Fälle in Schleswig-Holstein.
Um besser reagieren zu können, werden Polizei und Verfassungsschutz personell verstärkt. Insgesamt hat das Land 40 neue Kräfte für den Bereich Spionage und Sabotage bekommen.
Der Leiter der Staatsschutzabteilung im Landeskriminalamt, Henrik Greve, wies darauf hin, dass Spionage- und Sabotagefälle mittlerweile besser erkannt werden können. Sowohl die Landespolizei als auch die Bevölkerung sei sensibler geworden. Auch Wirtschaftsunternehmen und die Bundeswehr würden Fälle melden, die früher vielleicht in dieser Form nicht bekannt geworden wären.
Auch die politisch motivierte Kriminalität (PMK) hat erneut einen Höchststand erreicht. Im Jahr 2025 sind insgesamt 2.822 Straftaten registriert worden. Das entspricht einem Plus von 5,4 Prozent. Gleichzeitig ging die Zahl der Gewalttaten um 15 Prozent zurück.
Deutlich gestiegen sind die Straftaten im Bereich des Linksextremismus. Deren Zahl hat sich um 24,5 Prozent auf 330 Fälle erhöht. Nach Einschätzung des Verfassungsschutzes gewinnt vor allem das Thema Antimilitarismus innerhalb der Szene an Bedeutung. Im Zusammenhang mit Debatten über Wehrdienst und Verteidigungsausgaben würden extremistische Gruppen gezielt junge Menschen ansprechen und versuchen, neue Anhänger zu gewinnen.
Im Bereich des Rechtsextremismus ist die Zahl der der Straftaten mit 1.438 zwar um 5,2 Prozent zurückgegangen, befindet sich aber nach wie vor auf einem hohen Niveau und ist im Bereich der politisch motivierten Kriminalität am weitesten verbreitet.
Beim islamistischen Extremismus bleibt die salafistische Szene mit etwa 700 Anhängern besonders verbreitet.
📌 Kaynak
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