Dänische Experten beginnen Obduktion von gestrandetem Buckelwal

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Dänische Experten beginnen Obduktion von gestrandetem Buckelwal

Mehrere Wochen nach dem Tod des in der Ostsee gestrandeten Buckelwals beginnt auf der dänischen Insel Anholt die Obduktion des Tieres. Dabei soll neben der Todesursache auch das Geschlecht des Wals geklärt werden.[ mehr ]

Mehrere Wochen nach dem Tod des in der Ostsee gestrandeten Buckelwals hat auf der Insel Anholt die Obduktion des Tieres begonnen. Dabei soll neben der Todesursache auch das Geschlecht des Wals geklärt werden.

Vermessen und Aufschneiden: Die mit Spannung erwartete Obduktion des Kadavers des in der Ostsee gestrandeten Buckelwals hat nach langem Warten begonnen. Schaulustige und Medienvertreter versammelten sich um das Tier auf der dänischen Urlaubsinsel Anholt - allerdings mit Sicherheitsabstand.

Zunächst wurde der Kadaver aufgeschnitten, um Luft aus dem stark aufgeblähten Tier abzulassen. Danach wurde der Wal geöffnet und zerteilt. Rund um das Tier lagen bereits Organe und Eingeweide.

Die Expertinnen und Experten wollen primär herausfinden, woran der Buckelwal, der seit Wochen Schlagzeilen macht, gestorben ist. Abschließend geklärt werden soll auch, ob der Wal - wie bereits vermutet - eigentlich ein Weibchen ist. Unter anderem ist auch die Entnahme von Hautproben für einen DNA-Test geplant.

Die Frage nach der Todesursache könnte allerdings schwierig zu klären sein. "Es könnte schon zu spät sein, um etwa innere Blutungen zu entdecken", sagte der dänische Wal-Forscher Peter Teglberg Madsen. Auch die Frage, ob der Wal Wasser in der Lunge gehabt haben könnte, lasse sich womöglich nicht mehr beantworten, meint der Experte. Entdeckt werden könnten jedoch Reste von Fischernetzen im Magen und Darm des Buckelwals. Sie könnten zum Tod des Tiers beigetragen haben.

Die Reste des Kadavers werden voraussichtlich Anfang der kommenden Woche von der dänischen Insel Anholt abtransportiert, sagte Morten Abildstrøm vom dänischen Amt für Naturverwaltung.

Die Tierärztin Anne Herrschaft war an der Rettungsaktion für den Buckelwal beteiligt. Sie ist nach Anholt gereist. mehr

Laut Expertin Thøstesen sind Untersuchungen wie diese für die Wissenschaft besonders wertvoll. Bei Buckelwalen handelt es sich demnach um Tiere, die nur schwer in ihrem natürlichen Lebensraum im Meer erforscht werden können.

Seit der Buckelwal Ende März mehrfach vor der deutschen Ostseeküste gestrandet war, beschäftigt sein Schicksal viele Menschen in Deutschland. Eine private Initiative hatte das Tier gegen den Rat von Fachleuten mit einem Schiff Richtung Nordsee transportiert und ausgesetzt.

Einige Zeit nach der kritisierten Aktion war der Wal tot auf Anholt angespült worden. Ein Bergungsteam hatte das Tier am Wochenende auf den Strand gezogen. Die Obduktion soll auch mit abschließender Sicherheit klären, ob der Wal wie vermutet ein Weibchen ist.

Dieses Thema im Programm: NDR Info | Nachrichten |

📌 Kaynak

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