KI-Sicherheit: Make Künstliche Intelligenz sicher again
Trump unterzeichnet ein Dekret für mehr KI-Sicherheit. Nvidia geht den Apple-Weg. Und wer will eigentlich KI-Schauspielerinnen? Der KI-Newsletter
Die Tech-Konferenzen der großen Konzerne sind in vollem Gange, und Künstliche Intelligenz steht im Mittelpunkt. Microsoft präsentiert neue KI-Modelle und setzt ein Zeichen gegenüber OpenAI. Trump unterzeichnet ein KI-Dekret, das mehr Kontrolle über neue Modelle vorsieht. Kritiker fordern jedoch noch strengere Maßnahmen. Eine unerwartete Allianz aus politischen Lagern formiert sich gegenüber der KI-Entwicklung. Die Diskussion um KI-Schauspielerinnen und Nvidia's Superchips für PCs zeigt die Vielfalt und Kontroversen in der KI-Entwicklung auf.
Womöglich sind für Sie Mai und Juni wie für viele andere Deutsche die wichtigste Zeit des Jahres: Spargelzeit. Für uns Tech-Journalisten ist diese Zeit ebenfalls wichtig, allerdings nicht wegen dünner Stangen in dicker Sauce, sondern weil sich eine wichtige Konferenz großer Tech-Konzerne an die andere reiht. Google machte vor zwei Wochen den Anfang, nächste Woche folgt Apple, diese Woche war Microsoft dran. Und natürlich ging‘s um Künstliche Intelligenz (KI): Microsoft zeigte den eigenen KI-Agenten Scout (ähnlich wie Googles Spark), außerdem ein agentenbasiertes Betriebssystem, das auf allerlei Geräten läuft. Vor allem aber veröffentlichte der Software-Konzern gleich sieben neue KI-Modelle. Das darf man auch als Ansage an den ehemaligen Partner OpenAI verstehen: Wir brauchen euch nicht mehr.
»Times have changed«, die Zeiten haben sich geändert, konstatierte auch Cole Porter im Titelsong seines Musicals Anything Goes aus den 1930ern: Früher hätten in Amerika noch strenge Regeln geherrscht, heute gehe alles. Zumindest was KI angeht, scheinen die USA knapp 100 Jahre später nun den umgekehrten Weg einzuschlagen: Am Dienstag unterzeichnete US-Präsident Donald Trump ein Dekret, das als bewusste Abkehr der sogenannten Anything-Goes-Haltung verstanden wird, die Trump bei dieser Technologie bisher an den Tag legte.
Bislang war die Idee stets, den großen US-KI-Laboren so viel Freiheiten wie möglich zu gestatten, um im globalen Wettbewerb mit China die Nase vorn zu behalten. Künftig soll das anders werden: Unternehmen sollen der US-Regierung besonders leistungsstarke neue KI-Modelle (sogenannte frontier models) bis zu 30 Tagen vor ihrer Veröffentlichung für Tests zur Verfügung stellen. Dazu soll es keine Pflicht geben, vielmehr soll ein freiwilliger Rahmen geschaffen werden, in dem Entwickler ihre Modelle einreichen und die Regierung diese prüfen kann. Es soll außerdem eine Einrichtung für KI-Sicherheit entstehen, die die Suche nach Software-Schwachstellen koordiniert.
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📌 Kaynak
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