Prozess zum Anschlag in Magdeburg: lebenslange Haft gefordert
Im Prozess zum Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt geht in die Schlussphase. In ihrem Plädoyer fordert die Generalstaatsanwaltschaft für den Attentäter lebenslange Haft.[ mehr ]
In Magdeburg verübte im Dezember 2024 ein Mann mit einem Auto einen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt. Sechs Menschen starben, mehrere hundert wurden verletzt. Im Prozess gegen den Täter fordert die Generalstaatsanwaltschaft nun die Höchststrafe.
Im Prozess um den Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt hat die Generalstaatsanwaltschaft Naumburg für den Attentäter die Höchststrafe gefordert. Der Angeklagte solle zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt sowie die besondere Schwere seiner Schuld festgestellt werden.
Oberstaatsanwalt Matthias Böttcher (rechts im Bild) hielt das Schlussplädoyer für die Generalstaatsanwaltschaft Naumburg.
An seiner Täterschaft gebe es keine ernsthaften Zweifel. Der Mann habe über viele Menschen und Familien unbeschreibliches Leid gebracht. Seine Gewalttat sprenge "jede menschlich begreifbare Dimension".
Zuvor hatte das Landgericht die Beweisaufnahme geschlossen. Der angeklagte Attentäter hatte zuletzt zahlreiche Anträge gestellt, die alle abgelehnt worden waren.
Die Generalstaatsanwaltschaft Naumburg hatte am Donnerstag das erste Schlussplädoyer gehalten. Der Prozess geht in die Schlussphase. In den kommenden Prozesstagen sollen die Nebenkläger und die Verteidigung sprechen.
Bei dem Anschlag kurz vor Weihnachten 2024 wurden sechs Menschen getötet und hunderte weitere verletzt. Der aus Saudi-Arabien stammenden Angeklagte hatte als Psychiater im Maßregelvollzug für psychisch kranke Straftäter gearbeitet. Seit dem 10. November 2025 verhandelt das Landgericht Magdeburg gegen den Amokfahrer.
Dieses Thema im Programm: MDR Fernsehen | 04.06.2026 | 19:00 Uhr
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