Friedrich Merz: Plötzlich ist er Draußenkanzler
Dass Deutschland die Abstimmung im Sicherheitsrat der UN verlor, ist nicht die Schuld von Außenminister Wadephul. Es ist der handwerkliche Unverstand des Bundeskanzlers.
Die Weltgemeinschaft hat Friedrich Merz eine Ohrfeige verpasst: Deutschland scheiterte bei der Wahl in den UN-Sicherheitsrat mit 131 zu 104 Stimmen gegen Österreich. Merz' internationale Verdienste wurden überschattet, und die Frage nach der Niederlage bleibt: Wie konnte das passieren? Die Pleite wirft ein Schlaglicht auf Merz' Führung und seine Strategie, die sich auch in anderen Abstimmungsniederlagen zeigt. Die Unsicherheit der deutschen Rolle in der Welt spiegelt sich in Merz wider, der sich schwer damit tut, Niederlagen zu vermeiden. Deutschland muss nun acht Jahre warten, um erneut zu kandidieren und sich 2034 einen gewählten Sitz im Sicherheitsrat zu sichern.
Haben alle den Knall gehört? Erstmals hat die Weltgemeinschaft Friedrich Merz eine Ohrfeige verpasst. Sie schallt von New York bis Berlin. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat die Bundesrepublik durchfallen lassen bei der Wahl in den Sicherheitsrat. Mit 131 zu 104 Stimmen verlor Deutschland gegen Österreich, also mit fast einem Drittel Stimmen Rückstand. Das wichtigste Gremium der Weltgemeinschaft – Deutschland ist draußen. Und aus dem Außenkanzler wird ein Draußenkanzler.
Gibt es eigentlich gar nichts mehr, was Deutschland hinbekommt? Die Frage stellen heißt, sich sofort für sie zu schämen. Wünscht man der Koalition nicht als Wähler und Wählerin fast jeder Couleur (außer den finsteren Farben), zumindest achtbar bis zum Ende der Legislatur zu regieren? Und waren nicht Merzens erste außenpolitische Positionierungen tröstliche Gegenakzente zu viel handwerklicher Stümperei in der Innenpolitik?
📌 Kaynak
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