Luftverkehr: American Airlines streicht Flüge wegen hoher Kerosinkosten
Mehrere Strecken sollen im August und September ausgesetzt werden. American Airlines reagiert damit auf höhere Treibstoffkosten seit Beginn des Irankriegs.
American Airlines passt wegen gestiegener Kerosinkosten infolge des Irankriegs im Sommer ihr Flugangebot an. Betroffene Reisende erhalten alternative Verbindungen oder Erstattungen. Medienberichten zufolge sind vor allem sechs Strecken ab Los Angeles betroffen. Das Unternehmen betont, dass keine Strecke dauerhaft gestrichen wird und die Anpassungen branchenüblich sind. Der Kerosinpreis kann bis zu 30 Prozent der Gesamtkosten von Fluggesellschaften ausmachen.
American Airlines streicht wegen stark gestiegener Kerosinkosten infolge des Irankriegs im Sommer mehrere Verbindungen. Die US-Fluggesellschaft teilte mit, sie habe ihr Angebot auf »ausgewählten Strecken« im August und September angepasst. Betroffenen Reisenden würden alternative Verbindungen oder Erstattungen angeboten.
American Airlines teilte zunächst nicht mit, welche Flüge ausgesetzt würden. Mehrere Medien berichteten, dass sechs Strecken betroffen seien, vor allem Flüge ab Los Angeles.
Das Unternehmen mit Sitz in Texas verwies auf erhöhte Treibstoffkosten und schrieb, die Änderungen stünden im Einklang mit breiteren Entwicklungen in der Branche. Keine der Strecken werde dauerhaft gestrichen. American Airlines sei stolz darauf, ein Streckennetz mit mehr Flügen als jede andere US-Fluggesellschaft anzubieten.
Kerosin kann etwa 30 Prozent der Gesamtausgaben von Fluggesellschaften ausmachen. Nach Angaben des internationalen Airlineverbands IATA lag der Preis zuletzt im Schnitt bei knapp 142 Dollar je Barrel – umgerechnet rund 122 Euro. Das war zwar weniger als beim Höchststand im April, aber deutlich mehr als die 99 Dollar je Barrel vor Beginn des Kriegs, den die USA und Israel am 28. Februar mit Angriffen auf den Iran begonnen hatten.
Der Verkehr durch die Straße von Hormus, eine zentrale Route für den weltweiten Öltransport, steht seit mehr als drei Monaten weitgehend still. Die Preise haben sich zuletzt etwas entspannt, weil die Märkte auf eine Wiedereröffnung der Meerenge hoffen. Eine konkrete Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran gibt es aber bislang nicht.
📌 Kaynak
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