Ukraine-Krieg: Wladimir Putin spricht von Kompromissen, bleibt aber vage

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Ukraine-Krieg: Wladimir Putin spricht von Kompromissen, bleibt aber vage

Russlands Präsident Putin sagt, er sei zu einem Deal bereit – doch konkret wird er nicht. Der ukrainische Präsident Selenskyj ruft Putin zu einem direkten Treffen auf, um über Frieden zu verhandeln.

Im Rahmen des Wirtschaftsforums in Sankt Petersburg hat sich der russische Präsident Wladimir Putin gegenüber Journalisten ausführlich zu einer diplomatischen Lösung des Ukrainekriegs geäußert. Er wolle sich an Kompromisse halten, auf die er sich mit US-Präsident Donald Trump bei einem Treffen in Alaska verständigt habe, sagt Putin. Wenn auch die ukrainische Seite diesen nicht näher bezeichneten Vereinbarungen zustimme, werde der Konflikt schnell enden.

Als Voraussetzung für einen Frieden beharrte Putin jedoch weiterhin auf der vollständigen Kontrolle der ukrainischen Gebiete Donezk und Luhansk im Donbass. Details zu möglichen russischen Kompromissen nannte er nicht.

Russland habe alle Ressourcen, um seine militärischen Ziele zu erfüllen, behauptete Putin im Konstantin-Palast in Sankt Petersburg. Dennoch sei das Land bereit, einen Deal mit der Ukraine zu machen. Als möglichen Vermittler schlug er erneut Altkanzler Gerhard Schröder vor. »Wer, wenn nicht Schröder, könnte als Vermittler auftreten?«, fragte Putin. Die EU wiederum könne kein Vermittler sein, sondern nur unterstützen, sagte er weiter.

Der russische Präsident verwies zur Begründung seiner Forderung nach dem gesamten Donbass auch auf Gebietsgewinne, die das russische Militär seinen Angaben nach ständig mache. Dabei liegt die von ihm angegebene Zahl von 2440 Quadratkilometern ebenfalls deutlich über Kyjiws Angaben. Nach Berechnungen regierungsnaher ukrainischer Militärbeobachter hat die russische Armee mit abnehmendem Tempo seit Jahresbeginn knapp 700 Quadratkilometer erobert.

Gegen die von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ins Spiel gebrachte assoziierte EU-Mitgliedschaft der Ukraine hat Russland Putin zufolge nichts einzuwenden. »Das geht uns nichts an. Wir sind nicht dagegen«, sagte Putin. Moskau habe nichts gegen wirtschaftliche Verbindungen und Integration auf dem europäischen Kontinent einzuwenden.

»Wir sind dagegen, dass sich die EU in einen Militärblock verwandelt«, das wecke Sorgen in Russland, betonte Putin zugleich. Seit Beginn des von Putin befohlenen Kriegs unterstützen die EU und deren Mitglieder die von Russland angegriffene Ukraine, darunter auch mit Waffenlieferungen. Wegen der Spekulationen um einen zumindest teilweisen US-Truppenrückzug aus Europa mehren sich zudem Stimmen, die eine stärkere militärische Zusammenarbeit der EU-Länder fordern.

In einem zeitgleich veröffentlichten offenen Brief fordert der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Putin auf, Friedensverhandlungen zu beginnen. »Haben Sie keine Angst, den Weg aus diesem Krieg zu wählen. Das ist das Wichtigste

📌 Kaynak

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