Günter Kaußen: »Ich bin nicht Gott, aber wie Gott«

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Günter Kaußen: »Ich bin nicht Gott, aber wie Gott«

Günter Kaußen war in den 1970er-Jahren der meistgehasste Vermieter der Bundesrepublik. Einige seiner Geschäftsmethoden werden bis heute kopiert – und kaum bestraft.

Günter Kaußen, einstiger Immobilienmogul und berüchtigter Vermieter, sammelte nicht nur Guppys und Kunst, sondern auch Wohnungen - und das in Massen. Sein fragwürdiges Geschäftsmodell, geprägt von Mieterhöhungen und fragwürdigen Praktiken, machte ihn zum meistgehassten Vermieter der Bundesrepublik. Trotz verschärfter Regeln für Vermieter können viele Eigentümer immer noch ungestraft Wuchermieten verlangen. Die Debatte um Mietwucher und Regulierungen spaltet die Gemüter, während Mieter weiterhin unter überhöhten Mieten leiden.

Günter Kaußen, so erzählen es Menschen, die ihn gut kannten, war ein manischer Sammler. Er sammelte Guppys, Zierfische mit hübschen bunten Flossen, die sich rasend schnell vermehren. Hunderte Aquarien soll er besessen haben, viele davon standen in den Büros seiner Immobilienfirma nahe der Kölner Innenstadt.

Kaußen sammelte Pflanzen, die er auf den Schreibtischen seiner Mitarbeiter umzutopfen pflegte. Er sammelte philosophische Schriften und andere Bücher, 70.000 Bände sollen es am Ende gewesen sein. Er sammelte Kunst. Laut einem seiner Mitarbeiter besaß Kaußen eine der weltweit größten Sammlungen von Grafiken des Künstlers Max Ernst, wobei er neu erworbene Werke nicht aufgehängt, sondern unausgepackt auf einem Stapel abgelegt habe.

#war

📌 Kaynak

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