Dienstunfähigkeit von Beamten: »Ich habe die Lehrerin vor unserem Termin im Internet gesucht«
Zu Axel Mertens kommen Beamte, die monatelang krankgeschrieben sind. Er prüft als Gutachter, ob jemand wirklich dienstunfähig ist. Hier erzählt er, wie er arbeitet.
Im Gesundheitsamt Potsdam entscheidet Axel Mertens über Dienstunfähigkeit und Verbeamtung. Er beurteilt differenziert, ob jemand arbeitsfähig ist oder nicht. Lehrer bilden den Großteil seiner Klienten, aber auch Beamte aus verschiedenen Bereichen. Mertens gibt Empfehlungen ab, ob jemand weiterarbeiten kann oder nicht. Seine Arbeit ist vielschichtig und erfordert medizinische Expertise sowie soziale Sensibilität.
Axel Mertens begutachtet im Gesundheitsamt Potsdam unter anderem, ob jemand verbeamtet werden sollte. Im Gespräch erzählt Mertens, wann er Menschen empfiehlt, den Job zu wechseln und wann jemand gar nicht mehr arbeiten kann.
DIE ZEIT: Herr Mertens, wie erkennt man, ob jemand dienstunfähig ist?
Axel Mertens: Das kann man oft auf den ersten Blick nicht leicht entscheiden. Es ist ja nicht jeder, der krankgeschrieben ist, gleich vollständig dienstunfähig. Ich versuche, in Gesprächen herauszufinden, ob jemand wirklich nicht mehr arbeiten kann oder nur berufliche Probleme hat, die sich beheben lassen. Ich trage Befunde zusammen, beauftrage Spezialisten, wenn eine Diagnose meine Fachkompetenz überschreitet. Ich untersuche die Person auch selbst medizinisch – das ist komplex, da entsteht am Ende ein Gutachten.
📌 Kaynak
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