vibeos: Microsoft-Entwickler zeigt halluziniertes Betriebssystem
VibeOS bringt jedes Programm mit, das Nutzer sich wünschen. Code steckt nicht dahinter, alles ist KI-generiert. Sinnlos, aber beeindruckend. ( KI , Microsoft )
Die Kombination von KI und Betriebssystem klingt zunächst nach Vibe-Coding. Doch was Copilot-Entwickler Steven Sanderson bei Microsofts Hausmesse Build zeigte, geht einen Schritt weiter. Bei seinem VibeOS ist die gesamte Benutzeroberfläche KI-generiert. Darunter liegt allerdings ein echtes Betriebssystem, Sanderson nutzt Alpine Linux. Damit kann VibeOS auf normaler Hardware gebootet werden.
Alles, was nach dem Start der Nutzeroberfläche zu sehen ist, ist dann aber KI-generiert. Das hat Vor- und Nachteile. So gibt es kein Programm, das VibeOS nicht kennt – und die lassen sich sogar den Wünschen des Nutzers anpassen. Sanderson demonstrierte das mit einer Version von Encarta 98, die nur Informationen zu Azure-CTO Mark Russinovich enthält, und einer unhöflichen cmd.exe.
Mit letzterer lässt sich, wie mit allen Anwendungen, interagieren – wie bei einem normalen Betriebssystem. Das wirkt erstaunlich konsistent. Der Nachteil dabei ist, abgesehen davon, dass die Inhalte der Fantasie einer KI entspringen: Der Aufbau der Anwendungen kann bei jedem Start unterschiedlich sein. So musste Sanderson beim Taschenrechner erst die Ist-gleich-Schaltfläche suchen, das Ergebnis stimmte aber sogar. Auch das Speichern und Laden von Dateien wird mit VibeOS wohl unmöglich sein, auch wenn Sanderson darauf nicht einging.
Wie Sanderson erläuterte, probierte er für seine Idee verschiedene Ansätze aus. Er fing damit an, lediglich Bilder zu generieren. Das habe aber nicht gut funktioniert, da die Abbildung auf Bedienelemente kaum möglich sei.
Auch Versuche mit Qt schlugen fehl, bis Sanderson, der viel im Bereich Webtechnologien arbeitete, ein Geistesblitz kam: KI-Modelle sähen beim Training unglaublich viel HTML, deshalb sei es naheliegend, die Oberfläche als HTML generieren zu lassen. Jede Anwendung ist dabei ein eigener iframe, hinter dem eine eigene Sitzung mit Copilot-SDK steht. So bleibt die Anwendung konsistent.
Beim Klick auf ein Element wird die KI angewiesen, ein neues div-Element zu erstellen. Dieses wird dann in den bestehenden HTML-Code eingefügt. Das funktionierte zumindest in Sandersons kurzer Demonstration erstaunlich konsistent.
Selbstverständlich ist VibeOS nicht ernst gemeint. Augenscheinlich sahen das auch die anwesenden Microsoftler so. Und natürlich ist es etwas, das die Welt nicht braucht – wie ein statischer Web-Server oder Linux auf einem Mikrocontroller.
Dennoch ist VibeOS auf eine gewisse Weise auch beeindruckend: Die Konsistenz, die zumindest in der kurzen Präsentation zu sehen war, hatten wir nicht erwartet. Und gerade der kreative Umgang mit Technolo
📌 Kaynak
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