Bundeshaushalt: Besteuert endlich die Superreichen

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Bundeshaushalt: Besteuert endlich die Superreichen

Die Bundesregierung will in der Pflege sparen, am Bürgergeld, Elterngeld. Um den Haushalt zu sanieren, sollen alle verzichten. Und die Zahl der Superreichen: steigt.

Kanzler Friedrich Merz fordert längere Arbeitszeiten, während die Bundesregierung an Sozialleistungen spart. Der Reichtum konzentriert sich immer stärker bei den Superreichen, deren Zahl in Deutschland auf über 5.000 gestiegen ist. Eine Vermögensteuer für die obersten 0,01 Prozent könnte 17 Milliarden Euro einbringen und soziale Leistungen sichern. Trotz Bedenken vor Kapitalflucht und Investitionseinbußen könnte eine gerechtere Verteilung des Reichtums die Demokratie stärken und Populismus entgegenwirken. Eine Mehrheit der Deutschen befürwortet eine Superreichensteuer – ein Zeichen, dem die Politik Gehör schenken sollte.

Die Deutschen sollen länger arbeiten, wünscht sich Kanzler Friedrich Merz. Die Bundesregierung will am Gesundheitssystem und in der Pflege sparen, an Bürgergeld, Elterngeld und am Bafög, an Rentnerinnen und Rentnern, an Inklusionshilfen für schwerbehinderte Jugendliche. Der Haushalt muss saniert werden, alle sollen sich auf härtere Zeiten einstellen. Eine kleine Gruppe allerdings wird in der Debatte bislang ausgespart: die Superreichen. Von ihnen gibt es immer mehr, hat der Global Wealth Report der Unternehmensberatung Boston Consulting Group gerade ergeben. Superreich oder ein ultra-high-net-worth individual ist in ihrer Definition jemand, der mehr als 100 Millionen Dollar Vermögen besitzt. Die Zahl der Superreichen in Deutschland ist im vergangenen Jahr um 1100 auf gut 5.000 gestiegen. 27 Prozent des gesamten Finanzvermögens der Deutschen, gut 12,4 Billionen Euro, befinden sich in den Händen von 0,006 Prozent der Bevölkerung. Tendenz steigend.

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