Durch Zufall: Magnetfelder von Exoplaneten nachgewiesen

🚀 Uzay 📰 Golem 🕐 2 saat önce
Durch Zufall: Magnetfelder von Exoplaneten nachgewiesen

Eine zufällige Entdeckung erlaubt Rückschlüsse auf die Stärke von Magnetfeldern. Deren Vorhandensein wäre entscheidend für Leben auf Exoplaneten. ( Exoplanet , Weltraumteleskop )

Ein Forschungsteam an der Europäischen Südsternwarte (Eso)(öffnet im neuen Fenster) hat die Magnetfelder von Exoplaneten vermessen. Das gelang durch den Vergleich der gemessenen Windgeschwindigkeiten in den Atmosphären der Planeten mit Computermodellen.

Dabei wurden unerwartete und zugleich systematische Abweichungen entdeckt, die sich erklären lassen, wenn die Existenz von Magnetfeldern in unterschiedlicher Stärke in die Berechnungen einbezogen wird. Die Forschungsgruppe geht deshalb davon aus, dass die Planeten höchstwahrscheinlich Magnetfelder besitzen, deren Stärke auf diese Weise berechnet werden kann.

Wobei dies nicht das ursprüngliche Ziel der Beobachtungen gewesen sei, erklärte Hauptautorin Julia Seidel, deren gemeinsam mit einem großen Team verfasste Studie in Nature Astronomy(öffnet im neuen Fenster) erschienen ist. Eigentlich sollten die extremen Atmosphärenbewegungen auf jupiterähnlichen Gasriesen mit geringem Abstand zum Mutterstern und synchronisierter Umlaufbahn untersucht werden.

Bei besonders heißen Exoplaneten wurden vergleichsweise langsame Winde registriert, obwohl die Energie in der Atmosphäre höher sein muss als auf kälteren Planeten. Die plausibelste und rechnerisch beste Erklärung dafür ist die Annahme von Magnetfeldern.

Diese bremsen geladene Teilchen in der Atmosphäre, und zwar um so mehr, je stärker das Magnetfeld ist. Dass die ermittelten Feldstärken in etwa den Werten in unserem Sonnensystem entsprechen, deutet ebenfalls darauf hin, dass die Annahmen korrekt sind.

Beobachtbar sind mit der derzeitigen Technik wie dem Very Large Telescope in Chile oder Gemini North Telescope auf Hawaii lediglich die Atmosphären großer Gasplaneten. Mit dem Extremely Large Telescope(öffnet im neuen Fenster) könnte sich das ändern, dessen Bau allerdings frühestens 2029 abgeschlossen sein dürfte.

Dann, so die Hoffnung, lassen sich auch erdähnliche Exoplaneten finden und mit einem vergleichbaren Vorgehen mögliche Magnetfelder vermessen. Deren Vorhandensein ist eine entscheidende Komponente, damit Planeten ihr Wasser behalten und die Oberfläche vor Strahlung geschützt ist, was wichtige Voraussetzungen für die Entstehung von Lebens ist, wie wir es kennen.

#teleskop

📌 Kaynak

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