Zweites Leben: Alte Waymo-Akkus landen in Energiespeichern
Der Robotaxi-Anbieter Waymo plant für die Ausmusterung seiner ersten Fahrzeuge vor. Die Batterien sollen als Stromspeicher weitergenutzt werden. ( Waymo , Akku )
Die Alphabet-Tochter Waymo und B2U, ein Anbieter von Stromspeicherlösungen, haben eine Zusammenarbeit angekündigt(öffnet im neuen Fenster). Demnach sollen die gebrauchten Batterien der Robotaxis von Waymo für stationäre Energiespeicher eingesetzt werden. B2U hat mit Akkus anderer E-Autos bereits mehrere solcher Stromspeicher mit je einigen Megawattstunden errichtet.
Sie werden in der Regel mit großen Solaranlagen im Megawattbereich kombiniert, um den erzeugten Strom bedarfsgerecht ins Netz einzuspeisen. Solche Systeme senken die Abhängigkeit von externen Speichern und Reservekraftwerken und erlauben es den Betreibern, den Strom dann einzuspeisen, wenn er benötigt wird.
Bei den bisherigen Projekten hatten die wiederverwendeten Fahrzeugbatterien, unter anderem aus dem Nissan Leaf, noch eine nutzbare Kapazität von 20 bis 30 kWh.
Mit der nun getroffenen Vereinbarung könnte sich die Energie je Akku deutlich erhöhen. Waymo nutzt für seinen Taxiservice den Jaguar I-Pace, dessen Akkukapazität bei 90 kWh liegt.
Auch wenn die Speicherfähigkeit bei der Wiederverwertung deutlich geringer ausfällt, dürfte jede Batterie etwa 60 kWh beitragen. Insgesamt 4.000 Waymo-Fahrzeuge sind derzeit in verschiedenen Städten in den USA im Einsatz.
Dass schon jetzt über eine Ausmusterung nachgedacht wird, hat mit der typischen Fahrleistung im Taxidienst zu tun. Zwar nennt Waymo keine konkreten Zahlen, gibt aber insgesamt 500.000 Fahrten pro Woche an.
Damit dürfte die typische Fahrleistung eines Taxis erreicht werden, die bei knapp 100.000 km im Jahr liegt. Demnach hätten die ersten Modelle 500.000 km erreicht.
Zusätzlich wurde zwischen den Firmen vereinbart, dass die aus den Altbatterien entstehenden Speicher dort zum Einsatz kommen sollen, wo auch Waymo seinen Strom aus den Netzen bezieht. Die ausgemusterten Batterien untzerstützen zukünftig also die Stromnetze, auf die der Taxianbieter mit seiner Flotte angewiesen ist.
Laut einem Bericht von Ars Technica(öffnet im neuen Fenster) verwaltet B2U aktuell bereits etwa 4.000 Akkus aus alten Elektroautos. Die ersten Batterien wurden 2020 in einem Speicher installiert und überstanden mittlerweile weitere 2.500 Ladezyklen.
📌 Kaynak
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