Astronomie: Astronomisches Rätsel dank Vampirstern entschlüsselt
Seit rund 20 Jahren steht die Wissenschaft vor dem astronomischen Rätsel langperiodischer Radioblitze - das nun zumindest teilweise entschlüsselt worden ist. ( Astronomie , Wissen )
Ein internationales Forschungsteam(öffnet im neuen Fenster) unter der Leitung der Universität Sydney hat den bisher deutlichsten Hinweis auf den Ursprung einer ungewöhnlichen Klasse kosmischer Signale entdeckt: langperiodische Radioblitze (Radio Bursts), die zwischen einigen Minuten und etwa einer Stunde andauern. Normalerweise halten solche Signale maximal wenige Sekunden an.
Die Quellen dieser Klasse von Radioblitzen werden als langperiodische Radiotransienten bezeichnet. Zunächst wurden sie als langsam rotierende Pulsare angesehen. Aktuelle Modelle deuten jedoch darauf hin, dass solche Objekte keine entsprechenden Signale erzeugen können.
Das System ASKAP J1745-5051 scheint die Antwort zumindest für einige dieser Ausbrüche zu geben. Dort konnte das Forschungsteam mit der Hilfe des australischen ASKAP-Radioteleskops (Australian Square Kilometre Array Pathfinder) einen symbiotischen Doppelstern ausfindig machen, der für ein entsprechendes Signal verantwortlich ist.
Solche kosmischen Impulse wurden bisher in nur wenigen abgelegenen Regionen unserer Milchstraße entdeckt. Solche Transienten hätten Astronomen seit Jahren verwirrt, teilte die Studien-Hauptautorin und Doktorandin Kovi Rose mit(öffnet im neuen Fenster) mit. "Wir haben nur etwa ein Dutzend gefunden, und ihre Herkunft war unklar. Jetzt konnten wir zeigen, dass die Quelle für einen dieser Transienten von einem weißen Zwerg stammt, der aktiv Material von einem Begleitstern zieht."
Symbiotische Doppelsterne zeichnen sich dadurch aus, dass ein kompaktes Objekt – in der Regel ein weißer Zwerg, also der Kernrest eines sonnenähnlichen Sterns – Materie von einem nahen Begleitstern abzieht. So ist es auch im 5.200 Lichtjahre entfernten System ASKAP J1745-5051.
Dessen weißer Zwergstern ist in seinem Durchmesser etwa so groß wie die Erde, besitzt jedoch eine ähnliche Masse wie unsere Sonne und saugt Materie von einem roten Zwerg mit einer Masse von nur einem Zehntel der Sonnenmasse ab. Die beiden Sterne umkreisen sich extrem eng und absolvieren eine volle Umlaufbahn in etwas mehr als einer Stunde.
Da Material des weniger massereichen Sterns in den weißen Zwerg gezogen wird, erwärmt er sich und sendet Röntgenstrahlen aus. Gleichzeitig erzeugen Wechselwirkungen zwischen den Magnetfeldern der Sterne regelmäßige Radioblitze, was bedeutet, dass das Signal in bestimmten Abständen auftritt.
Zwar sind die Emissionen an die Orbitalbewegung des Systems gebunden, jedoch erreichen die Radio- und Röntgensignale nicht zum selben Zeitpunkt ihren Höhepunkt. Laut Rose bedeutet dies, dass sie in verschiedenen Regione
📌 Kaynak
Bu özet Golem kaynağından otomatik derlenmiştir. Tamamı için orijinal habere gidin.
Orijinal haberi oku →