Programmierfehler mit Folgen: Wie ein 23-Jähriger 1988 zehn Prozent des Internets lahmlegte
Einer der frühesten Cyberangriffe ereignete sich schon Ende der 80er in den USA. Damals infizierte ein Computerwurm einen Teil des Internets und sorgte sogar für eine FBI-Ermittlung. Warum der Vorfall aber nicht nur negative Seiten hatte. weiterlesen auf t3n.de
Einer der frühesten Cyberangriffe ereignete sich schon Ende der 80er in den USA. Damals infizierte ein Computerwurm einen Teil des Internets und sorgte sogar für eine FBI-Ermittlung. Warum der Vorfall aber nicht nur negative Seiten hatte.
Der 2. November 1988 markiert ein wichtiges Datum der Cybersecurity. An diesem Tag wurde einer der ersten Computerwürmer ins Internet freigelassen und konnte dort enorme Schäden anrichten. Innerhalb von 24 Stunden konnte sich der Wurm replizieren und auf immer mehr Systeme verteilen, bis schließlich etwa zehn Prozent des damaligen Internets von dem sogenannten Morris-Wurm befallen waren.
Wie das FBI in einem Rückblick auf die Geschichte schreibt, bedeutete das damals: Etwa 6.000 von 60.000 mit dem Internet verbundenen Systemen wurden von dem Wurm heimgesucht. Dabei wurden Unix-Systeme ins Visier genommen und eine Backdoor im Mailsystem des damaligen Internets ausgenutzt. Der Wurm benötigte keinen Software-Host und konnte sich eigenständig vermehren und per Mail weitere Systeme befallen.
Zudem verhielt er sich dabei recht unauffällig. Er löschte keine Dateien, sondern sorgte auf den betroffenen Systemen für lange Ladezeiten und Verzögerungen bei der Mail-Zustellung. Laut FBI soll das Versenden von Nachrichten teilweise Tage gedauert haben, wenn der Morris-Wurm auf einem System sein Unwesen trieb. Um die Malware loszuwerden, löschten einige die befallenen Rechner oder trennten sie vom Internet, um die Verbreitung zu verhindern, bis ein Fix gefunden war.
📌 Kaynak
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