Homeoffice: Was neue Orte, Bewegung und Kontakte für die Psyche bewirken
Wer täglich neue Orte aufsucht, fühlt sich besser. Das zeigen Studien. Auch Bewegung, Umgebung und soziale Kontakte sind wichtig für die mentale Gesundheit. Was heißt das für den Alltag im Homeoffice? Von Madita Graumann. [ mehr ]
Wer täglich neue Orte aufsucht, fühlt sich besser. Das zeigen Studien. Auch Bewegung, Umgebung und soziale Kontakte sind wichtig für die mentale Gesundheit. Was heißt das für den Alltag im Homeoffice?
Die Pandemie hat das Arbeiten von zu Hause normal gemacht. Etwa jeder Vierte arbeitet in Deutschland 2025 zumindest teilweise im Homeoffice. Einige Menschen sagen, sie seien produktiver und glücklicher im Homeoffice. Andere meinen, es sei schlecht für die Arbeitsmoral und fördere Isolation.
Ob und wie Remote-Arbeit der Gesundheit schadet, ist noch nicht abschließend geklärt. Die Forschung zeigt aber, dass Wohlbefinden stark davon abhängt, wie viel Abwechslung der Alltag bietet - durch neue Orte, soziale Kontakte oder Bewegung.
Dass das Thema an Dringlichkeit gewonnen hat, zeigt eine aktuelle Studie im Fachjournal Science. Sie analysierte Daten von über einer halben Million Menschen in den USA zwischen 2011 und 2024. Die Untersuchung ergab, dass Beschäftige in Berufen, die im Homeoffice arbeiten könnten, häufiger unter psychischen Belastungen litten. Besonders betroffen waren Alleinlebende.
Nico Dragano, Direktor des Instituts für Medizinische Soziologie am Universitätsklinikum Düsseldorf, betont im Interview mit ARD Gesund: "Das Homeoffice an sich ist nicht das Problem, sondern die Art und Weise, wie es gestaltet wird."
Homeoffice ist mittlerweile in vielen Branchen selbstverständlich - wird aber auch beäugt. mehr
Beim mobilen Arbeiten ist die räumliche Mobilität oft automatisch reduziert. Doch wer im Alltag verschiedene Orte besucht, fühlt sich besser. Das hat ein US-Forschungsteam herausgefunden. Dazu hatten die Wissenschaftler mehrere Monate den Alltag von mehr als 100 Personen mithilfe von GPS-Daten getrackt, sie regelmäßig per SMS gefragt, wie sie sich fühlten und bei einigen Probanden außerdem die Gehirnaktivität im Ruhezustand untersucht.
Dabei spielte es keine Rolle, wie viel Zeit man an einem neuen Ort verbringt. Die Neuheit an sich löst demnach positive Gefühle aus. Auch Umgebungsvielfalt kann positive Auswirkungen haben. Im Gehirn zeigt sich dabei eine enge Verbindung zwischen dem Hippocampus und dem Nucleus accumbens - also zwischen Gedächtnis- und Belohnungssystem.
Glücklich sein wollen alle. Die Frage ist nur: Wie kriegt man das hin? mehr
Ein weiterer Faktor, der beim Homeoffice häufig zu kurz kommt, aber einen starken Einfluss auf unsere Stimmung hat, ist Bewegung. Markus Reichert, Koordinator einer der bislang größten Studien zu Bewegung und Wohlbefinden im Alltag, betont: "Körperliche Alltagsaktivität macht energiegeladener, zuverl
📌 Kaynak
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