Selenskyjs Brief im Ukraine-Krieg: Putin hat keinen Gesprächsbedarf
Im Bemühen um ein Kriegsende hat der ukrainische Präsident Selenskyj Kremlchef Putin ein direktes Treffen vorgeschlagen. In Europa wird die Initiative positiv aufgenommen. Putin hat jedoch kein Interesse. [ mehr ]
Im Bemühen um ein Kriegsende hat der ukrainische Präsident Selenskyj Kremlchef Putin ein direktes Treffen vorgeschlagen. In Europa wird die Initiative positiv aufgenommen. Putin hat jedoch kein Interesse.
Russlands Präsident Wladimir Putin hat den Vorschlag des ukrainischen Staatschefs Wolodymyr Selenskyj für ein Treffen abgelehnt. In einer Rede bei einem internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg sagte Putin, er sehe "keinen Sinn" in einem Treffen.
Zudem kritisierte Putin den offenen Brief Selenskyjs, in dem dieser das Gespräch vorschlug. "Ist das ein Weg, um Konditionen für persönliche Treffen und Gespräche zu schaffen, oder ein Umfeld zu schaffen, das jegliche persönliche Treffen unmöglich macht?", fragte Putin. "Ich glaube, es ist Letzteres." Das Schreiben enthalte zudem "Elemente von Unverschämtheit", erklärte Putin. Was er damit meinte, ließ er offen. Die beste Antwort auf den Brief sei ein Aufruf an das russische Militär: "An die Arbeit, Brüder!"
Selenskyj bedauert die Ablehnung Putins: "Leider wählt die russische Seite erneut den Krieg", sagte er in einer Videobotschaft. Die Antwort sei schwach und enttäusche sicherlich viele in der Welt. Als Ausweg forderte der ukrainische Präsident erneut stärkere internationale Maßnahmen gegen den Kriegsgegner. "Russland muss weniger Geld haben und der Druck auf Russland muss steigen", betonte Selenskyj und dankte den Unterstützern seines Landes.
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Angesichts stockender Friedensbemühungen hatte Selenskyj in einem offenen Brief an Putin ein persönliches Treffen vorgeschlagen. Als möglichen Veranstaltungsort nannte er die Schweiz, die Türkei oder einen arabischen Staat. An den Gesprächen sollten demnach auch Vertreter Europas und der USA als mögliche Garanten beteiligt werden.
Putin hat hingegen bislang jeden Versuch, den Krieg gegen die Ukraine zu beenden, abgewiesen. Der Kreml zeigt keinerlei Interesse an einer diplomatischen Lösung. Von seinen Maximalforderungen ist Russland seit Beginn des Angriffskriegs nicht abgerückt.
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Im Gegensatz zu Putin nahm die deutsche Bundesregierung Selenskyjs Angebot zu direkten Gesprächen positiv auf. "Ich begrüße sehr, dass Präsident Selenskyj erneut ein Angebot gemacht hat zu sprechen. Ich will es betonen: erneut", sagte Kanzler Friedrich Merz am Rande des EU-Westbalkangipfels in Montenegro. "Das ist nicht das erste Mal, dass er anbietet, mit dem russischen Präsidenten direkte Gespräche
📌 Kaynak
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