Tabakindustrie: Die Tabakindustrie hat bei Thomas Mann abgeschrieben
Die Jugend raucht wieder mehr. Dahinter steckt auch eine leider ziemlich effektive Strategie der Nikotinindustrie, eine Meisterleistung der PR.
Die deutsche Jugend raucht wieder mehr Zigaretten, vor allem E-Zigaretten sind im Trend. Die Nikotinindustrie setzt auf ein neues Narrativ, um junge Menschen anzulocken. Trotz gesundheitlicher Risiken werden E-Zigaretten als gesündere Alternative dargestellt. Ähnlich wie im Roman "Doktor Faustus" von Thomas Mann überzeugt die Industrie geschickt mit fragwürdigen Argumenten. Die Strategien erinnern an den Teufel, der Leverkühn seine Seele abkauft - ein gefährliches Spiel mit der Gesundheit der Konsumenten.
Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 23/2026.
Vergangene Woche musste ich an den Teufel denken, in jener arglistigen, gebildeten, wortgewandten Version, wie ihn Thomas Mann in seinem Roman Doktor Faustus auftreten lässt. Ich sinnierte über Gründe, warum die deutsche Jugend wieder signifikant mehr Zigaretten raucht, erstmals seit 1997 (lesen Sie hier die Zahlen). Besonders steil ist der Anstieg bei den E-Zigaretten.
Zuerst erwog ich Trotz und Fatalismus: Die KI raubt der Jugend die Jobchancen, der Klimakollaps den Planeten, und die dafür verantwortlichen Erwachsenen sehen im Nachwuchs nur Social-Media-süchtige Loser, die sich weigern, das Vaterland vor Putin zu verteidigen. No Future. Da kann man schon mal eine rauchen. Vor allem, weil das wieder cool ist: Jeremy Allen White raucht in der prämierten Serie The Bear, Hailey Bieber auf Interviewfotos, die Deutschrapperin Ikkimel sowieso. Influencer aschen auf das Werbeverbot, 30 Prozent der 14- bis 24-Jährigen wird regelmäßig im Netz etwas vorgequalmt.
📌 Kaynak
Bu özet Zeit Online kaynağından otomatik derlenmiştir. Tamamı için orijinal habere gidin.
Orijinal haberi oku →