Russland: Ukrainische Drohnen legen Flughafen in Sankt Petersburg lahm

💰 Ekonomi 📰 Spiegel 🕐 6 saat önce
Russland: Ukrainische Drohnen legen Flughafen in Sankt Petersburg lahm

Ausgerechnet am letzten Tag des Wirtschaftsforums in Sankt Petersburg kommt es am dortigen Flughafen zu Ausfällen. Die massiven ukrainischen Drohnenangriffe sorgen offenbar noch an weiteren Orten für Probleme für Russland.

Flugzeuge am Petersburger Flughafen Pulkowo (Archivbild): Stundenlange Verzögerungen bei Starts und Landungen am Samstagmorgen

Am letzten Tag des internationalen Wirtschaftsforums in Sankt Petersburg haben die ukrainischen Streitkräfte die Millionenstadt erneut unter Beschuss genommen. Gouverneur Alexander Beglow und auch der Zivilschutz informierten die Menschen über einen »groß angelegten Angriff durch militärische Drohnen«. Die Flugabwehr sei aktiv, hieß es in einer Mitteilung im Messengerdienst Telegram.

Auf dem für die internationalen Gäste des Forums wichtigen Flughafen Pulkowo gab es am Samstagmorgen und Samstagvormittag über mehrere Stunden nahezu keine Starts und Landungen wegen der Gefahr. Laut der offiziellen Website des Flughafens verspäteten sich seit sechs Uhr Ortszeit zahlreiche Abflüge und Ankünfte deutlich oder wurden gestrichen. Mehrere Flüge warteten demnach offenbar stundenlang auf eine Landung. Erst ab ungefähr elf Uhr Ortszeit schien sich der Flugbetrieb laut der Betreiber-Website zu normalisieren.

Der Flughafen Pulkowo hat einen eigenen Abfertigungsbereich für Geschäftsreisende und VIP-Delegationen und gilt im Raum Sankt Petersburg als einziger relevanter Flughafen für internationale Flüge. Die Störung des Flugbetriebs könnte deshalb theoretisch auch für Delegationen, die an dem umstrittenen Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg teilnehmen und am Samstag abreisen wollen, problematisch sein. Aus Deutschland war etwa eine Delegation der AfD zum Wirtschaftsforum gereist.

»Gemäß den Empfehlungen des Einsatzstabs bitte ich die Einwohner von Sankt Petersburg, in ihren Wohnungen zu bleiben und nicht auf die Straße zu gehen«, schrieb der Gouverneur bei Telegram. »Es kann zu Unterbrechungen des mobilen Internets kommen.« Schon am ersten Tag des Wirtschaftsforums am Mittwoch bildeten sich nach dem Angriff auf eine Ölraffinerie schwarze Rauschwolken am blauen Himmel über der Altstadt, die zum Weltkulturerbe der Unesco gehört.

Im Leningrader Gebiet um Sankt Petersburg (früher Leningrad) meldete Gouverneur Alexander Drosdenko ebenfalls Drohnenalarm. Die Flugabwehr habe 141 Drohnen abgeschossen. Demnach kam es zu Bränden. Auch im von der russischen Kriegsmarine genutzten Ostseehafen von Kronstadt habe es Angriffe gegeben, hieß es.

Berichte über Drohnenschläge gab es zudem aus dem Gebiet Krasnodar im Süden sowie aus anderen Teilen Russlands. Auch der Hafen von Mariupol in dem von Moskau annektierten Gebiet Donezk sei betroffen, hieß es. Nach Explosionen seien Öldepots in Brand geraten, berichteten Medien. In sozialen Netzwerken kursierten vo

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