Diagnose Krebs: Mit KI-Agenten und Deep Learning zu besseren Therapien

🤖 Yapay Zekâ 📰 t3n 🕐 3 saat önce
Diagnose Krebs: Mit KI-Agenten und Deep Learning zu besseren Therapien

Bei Diagnosen und Vorsorgeuntersuchungen ist KI längst mit im Boot. In Zukunft soll sie auch bei maßgeschneiderten Therapieempfehlungen mitreden. weiterlesen auf t3n.de

Bei Diagnosen und Vorsorgeuntersuchungen ist KI längst mit im Boot. In Zukunft soll sie auch bei maßgeschneiderten Therapieempfehlungen mitreden.

Mikroskopaufnahme eines gefärbten Gewebeschnitts aus dem Dickdarm: Eine KI kann daraus eine genetische Kenngröße ermitteln, die für die Art der Therapie entscheidend ist.(Foto: EKFZ / Anja Stübner)

Die Radiologin Regine Rathmann erinnert sich noch heute an den Geruch der Chemikalien, die für die Entwicklung von Röntgenaufnahmen nötig waren – als sie in den 1990er Jahren ihre Karriere in der Radiologie begann. Heute entstehen Röntgenaufnahmen digital, und seit 2022 unterstützt das KI-System Vara Rathmanns Team vom Mammographie-Screening Hannover beim Bewerten der schwarz-weiß marmorierten Brustaufnahmen. Nach der üblichen Doppelblindbewertung einer Aufnahme durch zwei Befunder:innen liefert sie eine zusätzliche Einschätzung. Herrscht Uneinigkeit, entscheidet nach wie vor eine menschliche, sogenannte Konsensus-Konferenz.

„Wir sind durch Vara vor allem sicherer und dadurch schneller geworden“, berichtet Rathmann. Ein Normalbefund beispielsweise brauche derzeit nur rund 20 Sekunden, der Zeitaufwand habe sich praktisch halbiert. Laut einer großen Studie, für die auch Rathmanns Praxis Daten lieferte, liegen Sensitivität und Spezifität – sozusagen die Entdeckungsrate und die Trefferquote – mit KI-Unterstützung bei fast 100 Prozent. Im Schnitt spürt KI-gestützte Radiologie rund 18 Prozent mehr Krebsfälle auf. Das bedeutet für tausende Frauen bessere Heilungschancen. Die Zahl der Falsch-Positivbefunde, die zu einer erneuten Einladung der Frauen führt und häufig mit massiven Ängsten verbunden ist, erhöhte sich laut Studie nicht.

Dieser Text erscheint in der Ausgabe 4/2026 von MIT Technology Review. Darin beschäftigen wir uns mit KI in der Medizin. Das Heft könnt ihr ab sofort online bestellen und im Zeitschriftenhandel erwerben.

Das Ziel sei, mit der KI künftig einen der beiden Radiologen zu ersetzen, sagt Rathmann. „Die Empfehlung für die Vorsorge umfasst eine immer größere Altersspanne und soll ab 2027 für Frauen zwischen 45 und 75 Jahren gelten. Da kommen wir einfach an Kapazitätsgrenzen.“

Entscheidungen absichern oder gar verbessern, Kapazitäten freischaufeln und die Medikamentenentwicklung beschleunigen – das sind zurzeit die stärksten Argumente für den Einsatz von KI in der Krebsmedizin, mit der sehr viele Menschen im Laufe ihres Lebens in Kontakt kommen. In Deutschland erkrankt laut Robert Koch-Institut fast jeder Zweite an Krebs, am häufigsten an Brust- oder Prostatakrebs, gefolgt von Lungen- und Darmkrebs.

#deep learning

📌 Kaynak

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