Putin weist Selenskyjs offenen Brief demonstrativ zurück: "Elemente der Unhöflichkeit"
"An die Arbeit, Brüder!" Russischer Machthaber will nichts wissen von Friedensgesprächen mit der Ukraine, trotz ungünstiger Lage an der Front und in der Wirtschaft
"An die Arbeit, Brüder!" Russischer Machthaber will nichts wissen von Friedensgesprächen mit der Ukraine, trotz ungünstiger Lage an der Front und in der Wirtschaft
"Enthält Elemente der Unhöflichkeit": Scharf griff Wladimir Putin in seiner Rede auf dem Sankt Petersburger Wirtschaftsforum am Freitagabend den – freilich in Kyjiw weilenden – ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an. "Ist das ein Weg, die Voraussetzungen für persönliche Treffen und Verhandlungen zu schaffen, oder ist es ein Weg, ein Umfeld zu schaffen, in dem persönliche Treffen tatsächlich unmöglich sind? Ich denke, Letzteres trifft zu, kommentierte Putin Selenskyjs Offenen Brief. Den russischen Soldaten habe er als russischer Oberbefehlshaber etwas zu sagen: "An die Arbeit, Brüder!"
An der Arbeit waren aber zunächst die ukrainischen Drohnenpiloten. Schon am ersten Tag des Wirtschaftsforums waren nach einem Angriff auf eine Ölraffinerie schwarze Rauchwolken am Himmel über der malerischen Altstadt von Sankt Petersburg zu sehen. Schwierig für die zahlreichen internationalen Gäste: Zeitweise war der Flughafen wegen der Drohnenangriffe gesperrt. Und in der Nacht auf Samstag, dem letzten Tag des Wirtschaftsforums, wurden dann in Russland wieder hunderte ukrainische Drohnen abgefangen. "Die Kampfhandlungen dauern an", erklärte Alexander Drosdenko, der örtliche Gouverneur. Putin räumte bei seiner Rede auf dem Forum ein, dass es durch die Angriffe einen "gewissen Schaden" für die Wirtschaft gebe. Wichtig sei eine Stärkung der Flugabwehr, so der Präsident.
Das Sankt Petersburger Wirtschaftsform gibt es seit 1997. Es ist Putins Prestigeprojekt, das Schaufenster für die angebliche Stärke der russischen Wirtschaft. Doch die Gesprächsrunden und all die schönen Ausstellungsstände können über eines nicht hinwegtäuschen: Die Wirtschaft leidet. Die Menschen spüren die hohe Inflation, alles wird ständig teurer. In seiner Rede wollte Putin Positives entgegensetzen. So liege die Staatsverschuldung Russlands nur bei 16 Prozent, die Länder der Eurozone seien höher verschuldet. Die Inflation verlangsame sich, bis Ende des Jahres werde sie voraussichtlich 5,2 Prozent erreichen. Es gebe einen "Vorwärts- und Aufwärtstrend", die Industrieproduktion lege zu, das E-Commerce wachse, die Arbeitslosenquote sei mit 2,2 Prozent nach wie vor niedrig. Schöne Zahlen – doch nachprüfen kann man sie nicht.
Jüngst erst hatte die russische Regierung ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum für das laufende Jahr drastisch von 1,3 auf 0,4 Prozent senken müssen. Für 2027 wurde die Vorhersage von 2,8 auf 1,4 Prozent halbier
📌 Kaynak
Bu özet Der Standard (AT) kaynağından otomatik derlenmiştir. Tamamı için orijinal habere gidin.
Orijinal haberi oku →