Hat Danny K. eine Obdachlose betrogen? Mutmaßliches Opfer sagt in Betrugsprozess aus

💰 Ekonomi 📰 Der Standard (AT) 🕐 2 gün önce
Hat Danny K. eine Obdachlose betrogen? Mutmaßliches Opfer sagt in Betrugsprozess aus

Das Gericht machte sich ein Bild vom bunten Investment-Spektrum des Angeklagten, der jegliche Betrugsabsicht bestreitet

Das Gericht machte sich ein Bild vom bunten Investment-Spektrum des Angeklagten, der jegliche Betrugsabsicht bestreitet

Irgendwann muss Richterin Helene Gnida die naheliegende Frage stellen. Ob das die Zeugin nicht gewundert hat, dass ihr Danny K. ohne weiteres so viel Geld aufstellen könne? "Extrem! Extrem gewundert" habe sie das, sagt die 32-Jährige. Aber sie sei in einer so schlimmen Situation gewesen, dass sie sich keine Skrupel habe leisten können: Ihr Mann war bei einem Arbeitsunfall ums Leben gekommen, die Miete konnte sie mit der Witwenpension nicht bezahlen, schlussendlich lebte sie auf der Straße – und erhielt dann noch eine Krebsdiagnose. Den versprochenen Kredit zu besten Konditionen hätte sie also gut brauchen können.

"Ich war wirklich in einer Notlage", erzählt die Frau am Wiener Straflandesgericht. Also habe sie K. die geforderten 400 Euro für angebliche Gebühren überwiesen. Und dann noch einmal 800 Euro. Und noch weitere 2900 Euro, die sie sich von Verwandten und Freunden ausgeborgt habe. Das versprochene Geld, das eine Wohnung hätte finanzieren sollen, habe sie aber nie gesehen. Nur 30 Euro für Zigaretten und 100 Euro für Medikamente habe ihr K. einmal überwiesen.

Es ist der siebte Verhandlungstag im Prozess gegen "Investor" K. Die Staatsanwaltschaft Wien wirft ihm schweren Betrug und Urkundenfälschung in insgesamt 62 Fällen vor. Am Mittwoch hörte das Gericht Zeugen, die das breite Spektrum von K.s Wirken zeigen: Eine arme Frau, ein Restaurantbetreiber, ein Energie-Unternehmer aus Kärnten.

Die Vorgeschichte: Danny K. liebt Autos und Investments. Ex-Partner nennen ihn einen brillanten Betrüger

Jeglichen Betrug bestreitet K. – und zwar meist nach einem ähnlichen Muster, das auch bei der jungen Frau zur Anwendung kommt: Nach Vertragsschluss sei er stets auf triftige Gründe gestoßen, um das versprochene Geld nicht zu überweisen. Was das im konkreten Fall gewesen sein soll, wird vor Gericht nicht ganz klar, K. spricht von einem "niederländischen Halbbruder" und dem Kauf eines Restaurants, von beidem will die Zeugin aber noch nie gehört haben. Zur Polizei hatte K. außerdem gesagt, das mutmaßliche Opfer sei gar "nicht so schlimm krank".

Die Frau schließt sich dem Verfahren als Privatbeteiligte an. Sie hat mittlerweile eine Sozialwohnung bekommen.

Weniger existenzbedrohend war die Geschäftsbeziehung zu K. für den Betreiber eines indischen Restaurants in Wien. Der Angeklagte habe ihn 2024 kontaktiert. An sich nur, um einen Tisch im Lokal für sich und seine damaligen Geschäftspartner Heinz-Christian Strache und Christian Höbart zu reservier

#investment

📌 Kaynak

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