French Open: Kommentar zum Titel von Alexander Zverev in Paris

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French Open: Kommentar zum Titel von Alexander Zverev in Paris

Alexander Zverev hat bei den French Open den Titel gewonnen, ohne gegen einen Topspieler spielen zu müssen. Seinen großen Erfolg schmälert das aber keinesfalls. Ein Kommentar.[ mehr ]

Alexander Zverev hat bei den French Open den Titel gewonnen, ohne gegen einen Topspieler spielen zu müssen. Seinen großen Erfolg schmälert das aber keinesfalls. Ein Kommentar.

Herzlichen Glückwunsch, Alexander Zverev! Und vorab: Das gilt ohne jede Einschränkung. Bis zum Finale war der 29-Jährige höchst souverän marschiert und dort zeigte er alles, was es braucht, um ein echter Champion zu sein. Zverev spielte Flavio Cobolli erst an die Wand, musste dann Rückschläge einstecken, spielte in den entscheidenden Momenten seine Erfahrung aus und besiegte schließlich sogar seinen krampfenden Körper.

Zverev ist Olympiasieger, Weltmeister und jetzt auch endlich Grand-Slam-Sieger. Kein Titel im Profitennis kommt auch nur annähernd an einen Triumph bei den Australien Open, French Open, in Wimbledon oder bei den US Open heran - auch deshalb rannte Zverev trotz aller Erfolge (vor Paris hatte er 24 Turniere gewonnen) so verzweifelt diesem einen Sieg hinterher. Und als er das mit Mut und weniger Verbissenheit machte, holte er ihn sich nach so vielen vergeblichen Versuchen inklusive drei verlorenen Grand-Slam-Finals.

Das dramatische Endspiel in Paris hatte so viele Momente, in denen ein Zverev früherer Tage ausgerastet wäre. Das machte an diesem für den Deutschen historischen Tag aber nur Cobolli, der mit sich und seinem Team schimpfte, auch mal mit dem Schiedsrichter, der charakterliche Schwächen zeigte und so auch in den ungünstigsten Augenblicken haarsträubende Fehler machte. Früher war das Zverev vorbehalten, jetzt war er Nutznießer dessen.

Das bange Warten hat für Alexander Zverev ein Ende: In einem dramatischen Finale gegen Flavio Cobolli erfüllte sich der deutsche Tennis-Star bei den French Open den Traum vom Grand-Slam-Titel. mehr

Apropos Nutznießer. Es wird sehr sicher Kritiker geben, die diesem Triumph seine Größe absprechen. Zverev hat keinen Top-10-Spieler besiegen müssen, ihm stand kein Carlos Alcaraz im Weg, erst recht nicht der für ihn unbesiegbare Jannik Sinner, gegen den er neunmal in Folge verloren hat. Alles nur Glück? Hätte, wäre, wenn und aber. Die Frage, ob es anders gekommen wäre, wenn Zverev bessere Gegner bekommen hätte, wird nie beantwortet. Muss sie aber auch nicht.

Der Letzte, der irgendwas dafür kann, wer ihm gegenüber stand, verletzt ist oder früh ausgeschieden ist, ist Zverev. Seine einzige Aufgabe war es, jeden zu besiegen, gegen den er spielte. Wie kann man also jemanden im Moment seines größten Triumphs für das, was andere gemacht haben, bestrafen? Wie kann man die Erfüllung eines Karriere-Traums deswegen kleinreden? Bei aller bere

📌 Kaynak

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