Elbvertiefung: Der tägliche Newsletter aus Hamburg: Der Start der Phototriennale: Lange Schlangen, gute Stimmung
Die Elbvertiefung am Montag – mit einem Vorfall beim Ironman, der Obduktion des Buckelwals Timmy und einer neuen Jacke für Alfons aus dem NDR
Die Triennale der Photographie in Hamburg lockt mit elf Ausstellungen und zahlreichen Events. Trotz drohendem Unwetter war die Eröffnung ein großer Erfolg mit 2.000 Gästen. Das Oberthema "Alliance, Infinity, Love" spiegelt die Vielfalt der Fotografie wider. Neben den großen Museen lohnt sich auch der Besuch der Offspaces mit jungen Talenten. Ein Ironman-Wettbewerb in Hamburg wurde durch mysteriöse Metallsplitter gestoppt, doch die Siegerin stand fest.
in Hamburg ist die Triennale der Photographie gestartet. Acht Museen zeigen den Sommer über elf Fotoausstellungen, dazu kommen etliche Veranstaltungen in Galerien und Offspaces. Es gibt viel zu sehen!
Kurz wirkte es, als würde die Eröffnung am vergangenen Donnerstag ins Wasser fallen. Gewitterwolken zogen über die Stadt, am Nachmittag prasselten in Ottensen Hagelkörner auf den Asphalt. Doch als abends in der Innenstadt entlang des Klosterwalls die Ausstellungen öffneten – um 17 Uhr in der Kunsthalle, um 18 Uhr im Kunsthaus, um 19 Uhr im Kunstverein und um 20 Uhr in den Deichtorhallen –, da war das Wetter halbwegs stabil, und es herrschte ein großes Gewusel. Vor den Türen standen vielerorts Menschentrauben mit Getränken, und die Schlange vor den Deichtorhallen reichte bis zum Haus der Photographie und zurück. 2.000 Gäste wurden gezählt, sagte Intendant Dirk Luckow.
Der Brite Mark Sealy ist der künstlerische Leiter der diesjährigen Phototriennale. Er stellte die Hauptausstellung in den Deichtorhallen zusammen und bestimmte für alle Häuser ein Oberthema: Alliance, Infinity, Love – In the Face of the Other, auf Deutsch etwa »Bündnisse, Unendlichkeit, Liebe – Im Angesicht des Fremden«.
Für Sealy ist die Fotografie nicht bloß ein künstlerisches, sondern ein soziales Medium. Es geht ihm um die schier endlosen Möglichkeiten, die sich eröffnen, wenn sich Menschen zusammentun, über die Grenzen von Klassen, Staaten und Identitäten hinweg. Früher hätte man wohl gesagt: um Solidarität.
Die Museen sind unterschiedlich ehrgeizig, mit ihren jeweiligen Ausstellungen diesem Oberthema zu entsprechen. Zudem ist die formale Vielfalt hoch, von Schwarz-Weiß-Dokumentarfotografie bis hin zu abstrakten Farbexperimenten. Trotzdem ist mein Eindruck nach drei rastlosen Tagen auf der Phototriennale: Es ergeben sich interessante Bezüge und Resonanzen zwischen den Häusern. Was im Einzelnen zu sehen ist, darauf werde ich in den kommenden Tagen noch eingehen.
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