Ukraine-Krieg: Wie sich Europa in Gespräche einbringen könnte
Die Gespräche über ein Ende des Ukraine-Krieges liegen auf Eis - Putin lehnt Verhandlungen mit Selenskyj derzeit ab. Die Europäer starten nun eine neue diplomatische Initiative, während die US-Amerikaner sich zurückhalten.[ mehr ]
Die Gespräche über ein Ende des Ukraine-Krieges liegen auf Eis - Putin lehnt Gespräche mit Selenskyj derzeit ab. Die Europäer starten nun eine neue diplomatische Initiative, während die US-Amerikaner sich zurückhalten.
Der neue Vorstoß des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für Gespräche mit Russland über ein Ende des Kriegs gegen die Ukraine ist zunächst ins Leere gelaufen. Der russische Staatschef Wladimir Putin hat ihn am Freitag abgeblockt.
Trotzdem setzt man im Berliner Kanzleramt und anderen europäischen Regierungszentralen darauf, dass sich Putin langfristig Verhandlungen nicht entziehen kann. Wie die Gespräche ablaufen könnten und was gebraucht wird, damit sie gelingen.
US-Präsident Donald Trump ist mit einem Wahlversprechen angetreten: Den Krieg gegen die Ukraine wollte er ursprünglich innerhalb eines Tages beenden. Davon ist nicht mehr die Rede. Die Behauptung sei sarkastisch gewesen, sagte Trump zuletzt.
Der US-Präsident lud im vergangenen August Putin nach Alaska ein. Es folgte ein Plan für ein mögliches Kriegsende. Doch der hätte enorme Zugeständnisse von der Ukraine verlangt - etwa eine Begrenzung der Truppengröße und einen verfassungsmäßigen Verzicht auf einen NATO-Beitritt. Die Krim und die ebenfalls besetzten ukrainischen Gebiete Donezk und Luhansk hätten als faktisch russisch anerkannt werden sollen.
Inzwischen sind die Bemühungen aber weitgehend zum Erliegen gekommen und die US-Amerikaner scheinen das Interesse zu verlieren. US-Außenminister Marco Rubio sagte vor zwei Wochen, aus US-Sicht könnten gerne auch andere versuchen, den Krieg in der Ukraine zu beenden.
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Deutschland, Frankreich und Großbritannien waren als sogenannte E3 schon im vergangenen Jahr involviert und nahmen die Rolle der europäischen Unterhändler ein. Bei den US-Bemühungen im vergangenen Jahr waren sie zuletzt jedoch weitestgehend in der Zuschauerrolle.
Angesichts des schwindenden Engagements der US-Amerikaner sehen die Europäer nun eine Chance, zurück ins Spiel zu kommen. "Langsam öffnet sich ein Fenster für Gespräche der europäischen Seite mit Russland", heißt es aus deutschen Regierungskreisen.
Anders als die USA sehen die Europäer sich als Verbündete der Ukraine. Sie unterstützen das Land massiv mit Waffenlieferungen und belegen Russland gleichzeitig mit Sanktionen, um Druck auf Moskau aufzubauen, den Krieg zu beenden. Wenn sie in die Verhandlungen einsteigen, werden sie an der Seite der Ukraine stehen.
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📌 Kaynak
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