Südamerika: Präsidentschaftskandidaten bei Stichwahl in Peru nahezu gleichauf
Die Stichwahl zwischen Roberto Sánchez und Keiko Fujimori läuft laut einer Umfrage auf ein sehr knappes Ergebnis hinaus. Die erste Wahlrunde war chaotisch verlaufen.
In Peru wird ein knappes Ergebnis bei der Stichwahl um das Präsidentenamt erwartet, wobei der linke Kandidat Roberto Sánchez knapp mit 50,3 Prozent vor der konservativen Keiko Fujimori mit 49,7 Prozent führt. Die Schnellauszählung, basierend auf einer repräsentativen Stichprobe, gilt als verlässlicher Indikator für das Endergebnis. Fujimori lag zunächst mit 52,51 Prozent vorne, da die Stimmen aus Lima zuerst erfasst wurden, wo sie starken Rückhalt hat. Der Wahlkampf drehte sich vor allem um Kriminalität und soziale Ungleichheit, während Fujimori ein hartes Vorgehen gegen Bandengewalt verspricht und Sánchez auf die Unterstützung der ländlichen Bevölkerung setzt. Der zukünftige Präsident oder die zukünftige Präsidentin Perus wird mit einem Kongress konfrontiert sein, der in den letzten fünf Jahren drei Präsidenten des Amtes enthoben hat, was die politische Lage im Andenstaat weiter anspannt.
Bei der Stichwahl um das Präsidentenamt in Peru wird ein knappes Ergebnis erwartet. Einer Hochrechnung des Instituts Ipsos zufolge führte der linke Kandidat Roberto Sánchez knapp mit 50,3 Prozent der Stimmen vor der Konservativen Keiko Fujimori mit 49,7 Prozent. Die auf einer repräsentativen Stichprobe basierende Schnellauszählung gilt bei Wahlen in Peru als verlässlicher Indikator für das Endergebnis.
Nach den offiziellen Zahlen der Wahlbehörde lag Fujimori nach Auszählung von mehr als einem Viertel der Stimmen zunächst noch mit 52,51 Prozent in Führung. Traditionell werden jedoch die Stimmen aus der Hauptstadt Lima zuerst erfasst – dort hat Fujimori viel Rückhalt. Es wurde erwartet, dass dieser Vorsprung nach dem Eintreffen der Ergebnisse aus den ländlichen Gebieten schmelzen würde.
Im Wahlkampf ging es vor allem um die Themen Kriminalität und soziale Ungleichheit. Fujimori, Tochter des 2024 gestorbenen früheren peruanischen Präsidenten Alberto Fujimori, verspricht ein hartes Vorgehen gegen Bandengewalt und Erpressung. Für sie ist es bereits der vierte Anlauf in einer Stichwahl um das höchste Staatsamt.
Fujimoris Partei hatte nach eigenen Angaben landesweit 95.000 Vertreter zur Überwachung der Wahllokale rekrutiert. Sánchez setzt seinerseits auf die Unterstützung der ländlichen Bevölkerung. Er kritisiert das Wohlstandsgefälle in dem südamerikanischen Land und hofft, den Erfolg des 2021 gewählten und mittlerweile inhaftierten Linkspolitikers Pedro Castillo wiederholen zu können. Ihm war Fujimori damals knapp unterlegen.
Der künftige Präsident oder die künftige Präsidentin Perus muss mit einem Kongress umgehen, der in den vergangenen fünf Jahren drei
📌 Kaynak
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