Zu viel Fokus auf Täter: Wiener Medienpsychologe über Terrorberichte
Forschungsprojekt untersucht, wie Terrorberichterstattung aussieht und was sie bewirkt - Bestehende Empfehlungen werden selten berücksichtigt werden
Der Wiener Medienpsychologe Benedikt Till kritisiert die aktuelle Berichterstattung über Terroranschläge und Amokläufe scharf. Gemeinsam mit der Kommunikationswissenschafterin Brigitte Naderer zeigt er auf, dass etablierte Richtlinien für einen verantwortungsvollen Journalismus in der Praxis häufig ignoriert werden. Die Forschungsergebnisse belegen, dass Medien den Tätern oft eine zu große Bühne bieten, anstatt die Opfer in den Mittelpunkt zu rücken. Durch die detaillierte Darstellung von Täterbiografien und Tatabläufen bestehe zudem die Gefahr, Nachahmungstäter zu inspirieren und unnötige Ängste in der Bevölkerung zu schüren. Anstatt den Fokus auf die Radikalisierung oder die Ideologie der Angreifer zu legen, sollten Journalisten vermehrt auf Hilfsangebote und konstruktive Perspektiven hinweisen. Die Analyse führender Zeitungen in Österreich und Deutschland verdeutlicht, dass eine Sensibilisierung der Redaktionen dringend erforderlich ist.
Die Studie unterstreicht die gesellschaftliche Verantwortung der Medien, da eine unbedachte Berichterstattung das Risiko für Nachahmungstaten erhöhen und das Sicherheitsgefühl der Öffentlichkeit negativ beeinflussen kann.
📌 Kaynak
Bu özet Der Standard (AT) kaynağından otomatik derlenmiştir. Tamamı için orijinal habere gidin.
Orijinal haberi oku →